Landkreis Kronach Autofahrer meldet Wildunfall (zu spät) und erhält Anzeige

Im Nordhalbener Gemeindegebiet erfasst ein Senior mit seinem Auto ein Reh. Obwohl er das der Polizei mitteilt, ermittelt diese nun gegen ihn.

Erst am nächsten Morgen verständigte der 79-Jährige die Polizeiinspektion Ludwigsstadt. Foto: dpa (Symbolbild)

Zu einem Wildunfall ist es am Sonntagabend im Gemeindegebiet von Nordhalben auf der Staatsstraße von Mauthaus in Richtung Nordhalben gekommen. Ein 79-jähriger Autofahrer erfasste kurz vor dem Ortsteil Wetthof mit seinem Fahrzeug ein Reh, das anschließend flüchtete. Der Mann setzte seine Fahrt zunächst fort, berichtete die Polizei.

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Erst am Montagmorgen, kurz vor 7:30 Uhr, verständigte er die Einsatzzentrale der Polizei. An seinem Fahrzeug stellten die Beamten einen Schaden in Höhe von etwa 3.500 Euro fest. Die Polizei fand das tote Reh.

Anzeige nach dem Bayerischen Jagdgesetz

Der Mann muss nun mit einer Anzeige nach dem Bayerischen Jagdgesetz rechnen. Denn Wildunfälle müssen unverzüglich gemeldet werden – auch dann, wenn zunächst kein oder nur ein geringer Schaden zu erkennen ist.

Die Polizei weist daraufhin, dass man die Beamten auch dann unverzüglich verständigen sollte, wenn das Tier nach dem Zusammenstoß flüchtet. Die Polizei verständigt den zuständigen Jagdausübungsberechtigten, damit dieser das verletzte Tier schnellstmöglich suchen, versorgen und, falls erforderlich, von seinem Leiden erlösen kann.