Landgericht Bayreuth Urteil im Prozess gegen Volksfestschläger

Symbolbild: dpa

BAYREUTH. Zweimal soll der 20-Jährige im letzten Jahr auf dem Bayreuther Volksfest für Ärger gesorgt haben. Es ging um Körperverletzung und mehr. Nun hat das Landgericht Bayreuth ein Urteil gefällt.

Zweimal soll der junge Mann betrunken auf Besucher des Volksfestes losgegangen sein, und das nach Ansicht der Ermittler völlig grundlos. Einem der Opfer soll der 20-Jährige eine Kopfnuss verpasst haben, dem anderen ein paar Tage später einen Faustschlag. Beide erlitten dadurch Blessuren im Gesicht. Auf die Polizeibeamten, die den Schläger zur Rede stellen wollten, soll der Täter verbal losgegangen sein, sie bedroht und beschimpft haben. Ab Dienstag, dem 7. Mai, musste er sich deshalb vor dem Landgericht Bayreuth wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung verantworten.

Er hatte unter anderem vor Gericht Stress mit der Familie und der Ex-Freundin, Alkohol- und Drogenprobleme angeführt, um seine Ausraster auf dem Volksfest zu erklären.

Nun fällte das Landgericht heute Morgen das Urteil: Einhundert Stunden gemeinnützige Arbeit und ein halbes Jahr Betreuung durch die Caritas. Der Grund: Seine Taten hatte der 20-Jährige im Vollrausch begangen. Außerdem hatte er im Jahr 2015 einen Motorradunfall, die Folgen der Verletzung sind die Ursache für eine, wie es hieß, hirnorganische Wesensveränderung. Und durch die Mengen an Alkohol, die er konsumiert hat, hatte er sich nicht mehr unter Kontrolle. Die Betreuung der Caritas soll dem 20-Jährigen helfen wieder auf die rechte Bahn zu kommen, so sieht es das Gericht.

 

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