Landesliga: TSV siegt, ASV verliert

Der TSV Neudrossenfeld hat den zweiten Sieg innerhalb von fünf Tagen gefeiert. Im Heimspiel gegen das Schlusslicht der Landesliga Nordost, den SV Seligenporten II, gelang ein ungefährdeter 3:0 (0:0)-Erfolg. Aber obwohl der TSV schon mit dem Anpfiff einen Vorteil hatte, fielen die Tore erst nach dem Seitenwechsel.

Sebastian Lattermann (rechts) war gegen Seligenporten nicht nur kämpferisch ein Vorbild, er war auch an allen drei Neudrossenfelder Treffern beteiligt. Foto: Peter 
Mularczyk Foto: red

Das hat der TSV Neudrossenfeld in der Landesliga noch nicht erlebt: Von Beginn an hatte er einen Spieler mehr als der Gegner auf dem Feld, da die Gastmannschaft mit nur zehn Spielern angereist war. Der Seligenportener Trainer Dieter Rebel erklärte das Mini-Aufgebot mit einer ganz prekären Personalsituation. Vier Verletzte, zwei Rotgesperrte und ein ganz kurzfristiger Ausfall hatten den SV-Kader stark dezimiert.

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Klar, dass die Gäste sehr defensiv agierten und klar, dass die Partie sehr einseitig verlief. Die Platzherren waren stets Herr der Lage, mussten allerdings bei den wenigen Kontern extrem aufpassen. So verhinderte TSV-Torwart Grüner mit einer tollen Parade einen Rückstand, als Scherer (15.) allein auf ihn zugestürmt war und den Ball über ihn hinweg gehoben hatte. Der TSV-Keeper machte sich ganz lang und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch über den Querbalken. Und dann trafen die U 23-Junioren aus Seligenporten durch F. Mohammad (62.) die Latte. Das waren aber die zwei einzigen guten Chancen der Oberpfälzer.

Lattermann bricht den Bann

Die Gastgeber taten sich lange schwer. Sie fanden zunächst kaum Mittel, um die geballte SV-Abwehr zu knacken. Erst ein fulminanter Schuss von Lattermann brach kurz nach dem Seitenwechsel den Bann – 1:0 (47.). Das 2:0 leitete Lattermann mit einem schönen Freistoß ein: Taubenreuther drückte den Ball letztlich gedankenschnell im Liegen über die Linie.

Das 3:0 resultierte ebenfalls aus einer Lattermann-Flanke genau auf Topal, der per Kopf den gegnerischen Torwart überwand. Die Rettungstat eines SV-Feldspielers auf der Torlinie kam zu spät. Vorher jedoch hätten die Einheimischen für klarere Verhältnisse sorgen können. So ließen Laemmert (37.) und Moore (57.) gute Chancen liegen. In der Schlussphase war sogar noch ein höheres Ergebnis möglich. Neudrossenfeld kombinierte gefällig, war aber oft zu nachlässig und nicht konsequent genug.

Tore:1:0 Lattermann (47.), 2:0 Taubenreuther (68.), 3:0 Topal (88.).

ASV Pegnitz verliert 0:2

Es ist wie verhext: Nordost-Landesligist ASV Pegnitz bleibt in diesem Jahr auswärts ohne Sieg. Im Gastspiel bei der nunmehr seit 13 Partien unbesiegten SpVgg Selbitz gab es trotz guter Leistung mit einem 0:2 (0:1) eine weitere Pleite.

Ersatzgeschwächt war auf der Grünen Au in Selbitz nichts für die Elf von Trainer Heiko Gröger zu holen. Ein personell gebeutelter ASV zeigte dennoch die wohl beste Auswärtsleistung in diesem Jahr und musste sich lediglich der Effizienz der Gastgeber beugen.

Dabei begann die Partie gar nicht so schlecht für die Schulstädter. Motiviert durch den gegen Kornburg gewonnenen Punkt am vergangenen Mittwoch spielte die Gröger-Elf gute 20 Minuten mit viel Selbstvertrauen und hatte durch Wittmann, Müller und Reichel gute Möglichkeiten.

Freistoß bringt Selbitzer Führung

Als sich das Heimteam auf die Spielweise der Pegnitzer eingestellt hatte, kam auch die SpVgg zu Chancen. Nachdem ein Schuss von Gezer (21.) noch zur Ecke gelenkt worden war, klingelte es acht Minuten später im Kasten von Kausler. Einen Freistoß aus gut 22 Metern zirkelte Schott um die Mauer, unerreichbar für den Pegnitzer Torsteher. Bis zur Pause tat sich bei ungemütlichen Wetter mit Regen und vier Grad nicht mehr viel vor beiden Toren.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte eindeutig den Selbitzern. Kausler parierte zweimal reaktionsschnell gegen Elbl. In der 61. Minute ging Mellinghoff zu ungestüm gegen Cavelius im Strafraum zu Werke und verursachte einen mehr als überflüssigen Elfmeter. Schott behielt die Nerven und verlud Kausler. Es stand 2:0 für die Gastgeber, und die Begegnung schien gelaufen.

Erfolgloses Pegnitzer Aufbäumen

Doch der ASV versuchte in der anschließenden Phase nochmal alles und erspielte sich wieder eine ganze Reihe an guten Gelegenheiten. Eine Flanke von Mellinghoff (65.) klatschte an den Pfosten, beim Nachschuss von Müller stand ein Selbitzer Abwehrbein im Weg.

Podgur (81.) traf nur das Außennetz. Auch der Abschluss von Otto (86.) wurde letztendlich erfolgreich abgewehrt. Fast im Gegenzug verhinderte Kausler mit einem Klassereflex den dritten Treffer von Schott. Auf der anderen Seite versuchten sich Schuster und Otto, aber wiederum war das Selbitzer Gehäuse wie vernagelt.

Tore: 1:0, 2:0 Schott (29. und 61. – Foulelfmeter).