Landesliga Nordost Saaser halten Vorwärts Röslau in Schach

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Landesliga Nordost: Der BSC Bayreuth-Saas holt einen wichtigen Heimdreier gegen Vorwärts Röslau (3:1), der TSV Neudrossenfeld ein hart erkämpftes Remis (3:3) bei der SG Quelle Fürth.

Während sich der BSC Bayreuth-Saas mit einem starken Auftritt gegen den FC Vorwärts Röslau (3:1) drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga Nordost gesichert hat, kam der TSV Neudrossenfeld bei der SG Quelle Fürth noch zu einem 3:3 durch einen Treffer in der Nachspielzeit.

BSC Bayreuth-Saas – FC Vorwärts Röslau 3:1 (1:0)

Mit einer couragierten Leistung verdiente sich der BSC den zweiten Heimsieg in dieser Saison. Gegen ersatzgeschwächte Gäste kam den Saasern etwas Spielglück, aber auch das Vertrauen in die eigenen Stärken entgegen, um einen wichtigen Dreier gegen den Abstieg einzufahren. Wie in den vergangenen Partien war der BSC von Beginn an die aktivere Mannschaft mit den besseren Gelegenheiten zu einer frühen Führung. Mike Hofmanns Kopfball (5.) war dabei der gefährlichste Abschluss, auch Markus Walther verzog noch (16.). Ein durchaus streitbares Herauslaufen von BSC-Torwart Markus Spindler (10.) wurde nicht als Elfmeter geahndet.

Die folgerichtige und verdiente Heimführung erzielte dann Niklas Golling, als er mustergültig und durch eine starke Einzelleistung von Julius Küfner in Szene gesetzt wurde und eiskalt per Lupfer traf (17.). In der Folge erhöhte Röslau das Tempo und erlangte so die Spielkontrolle, ohne jedoch für zwingende Torgefahr zu sorgen. Die Chance zum beruhigenden 2:0 bot sich dem durchstartenden Michael Sauerstein kurz vor der Halbzeit, aber Gästetorwart Sebastian Blechschmidt war zur Stelle. Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild: Nun aktivere Röslauer drängten mit gepflegtem Passspiel auf den Ausgleich. Die Saas schaffte es nicht mehr, ausreichend für Entlastung zu sorgen. Julian Ponaders Abschluss (50.), der knapp am Tor vorbeiging, Tobias Benkers Kopfball (57.), der stark von Spindler pariert wurde, und Ondrej Hamadas Kopfball (60.), der am kurzen Pfosten vorbeistrich, waren allesamt Vorboten für den Röslauer Ausgleich: Nach einem Eckball stand Verteidiger Florian Rupprecht goldrichtig und nickte zum nunmehr verdienten 1:1 ein (71.).

Röslau blieb zwar spielbestimmender, aber die Saas hatte den entscheidenden Punch für die Schlussphase: Wiederum Sauerstein wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt und dann nach Meinung des Schiedsrichters von Benker regelwidrig zu Fall gebracht. Florian Dörfler verwandelte den Elfmeter sicher. Einen Konter schlossen der eingewechselte Niklas Rausch und der extrem umtriebige Sauerstein dann mustergültig zum entscheidenden 3:1 ab (87.).

BSC Bayreuth-Saas: Spindler – Dörfler, Straß, M. Weber, Golling (86. Rosenzweig), M. Hofmann, Taglieber, Sauerstein, Greef, Küfner (71. S. Hofmann), Walther (83. Rausch).

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt – Akgün (71. Lima), Krassa, Knoblauch, Röthlingshöfer (83. Kurdoglu), Grießhammer, Benker, Ponader, Onarici (52. Hamada), Gezer, Rupprecht.

SR: Scharf (TV Nabburg); Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Golling (17.), 1:1 Rupprecht (73.), 2:1 Dörfler (79. – Foulelfmeter), 3:1 Sauerstein (86.).

Quelle Fürth – TSV Neudrossenfeld

3:3 (2:1)

Der TSV lag schon nach 24 Minuten 0:2 zurück, erzielte kurz vor dem Halbzeitpfiff den Anschluss, machte dann den Ausgleich, geriet erneut in Rückstand und musste bis zur 92. Minute warten, um den einen Punkt zu retten: In Fürth durchlebten die Neudrossenfelder ein Wechselbad der Gefühle, an dessen Ende dank großer Moral und einer Leistungssteigerung nach der Pause ein verdientes Remis stand. „Schlechte erste Halbzeit, schläfrig und viel zu weit weg vom Gegenspieler“, schimpfte TSV-Coach Markus Taschner, fügte aber gleich versöhnlich hinzu: „Die harsche Kabinenpredigt hat offenbar gefruchtet.

Bei allen drei Gegentoren machte die Gästeabwehr keine gute Figur. Die Fürther profitierten bei ihrer 1:0-Führung zudem von einem Querschläger des diesmal blassen Böhmer. Die TSV-Tore waren sehenswerter. Erst zeigte Peeters nach schöner Flanke von Möckel aus rechter Position Übersicht, als er den Ball zum 1:2 über die Linie drückte, dann brachte Fürths Torhüter Skowronek den anstürmenden Peeters zu Fall, woraufhin Greef den Strafstoß sicher zum 2:2 verwandelte. Außerdem trafen Seiter und Kolb mit guten Freistößen nur die Querlatte. Und Schelenz und Böhmer boten sich in der unterhaltsamen Partie weitere Möglichkeiten.

Auch deshalb war der Punktgewinn der Grün-Weißen mehr als verdient, obwohl er erst ganz kurz vor dem Ende zustande kam. Heimtrainer Benjamin Drenda konnte mit dem Remis leben. „Meine Elf hat eine gute Partie gezeigt gegen einen namhaften Gegner“, sagte der 31-Jährige. Auffälligste Spieler bei Quelle Fürth waren Angermeier, Enzingmüller und Phillip Worst, beim TSV verdiente sich das Kollektiv ein großes Lob – allerdings erst ab der 46. Minute.

SG Quelle Fürth: Skowronek – Schimm, Plott, Enzingmüller, Kol (78. Heeg), Nun (70. Draws), Ph. Worst, Reinholz (17. Angermeier), Haag (73. S. Reischl), Raufer (59. T. Reischl), Pa. Worst.

TSV Neudrossenfeld: Grüner – Gareis, Mayer (46. Schneider), Möckel, Ismail, Seiter, Greef (82. Zagel), Schelenz, Langlois (76. Kolb), Peeters, Böhmer (46. Pauli).

SR: Hellert (Gerolzhofen); Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Haag (7.), 2:0 Angermeier (24.), 2:1 Peeters (45.+3), 2:2 Greef (52. – Foulelfmeter), 3:2 T. Reischl (73.), 3:3 Ismail (90.+2).

 

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