Landesliga Nordost Neudrossenfeld im Stile eines Topteams

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Der TSV Neudrossenfeld gewinnt das Landesliga-Verfolgerduell beim FSV Erlangen-Bruck mit 2:1 und begeistert dabei vor allem seinen Trainer Markus Taschner. Dagegen hält die schwarze Serie des BSC Bayreuth-Saas an. Beim 0:2 gegen den FC Eintracht Münchberg verletzte sich auch noch Schiedsrichter-Assistentin Jana Oberländer schwer am Knöchel.

Viel deutlicher, als es der TSV Neudrossenfeld im Verfolgerduell der Landesliga Nordost beim FSV Erlangen-Bruck getan hat, kann man seine Aufstiegsambitionen kaum unterstreichen. Die blendend aufgelegte Mannschaft von Trainer Markus Taschner beendete mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg die beeindruckende Heimserie der Erlanger, die zuvor sieben Siege in Serie gefeiert hatten. Dagegen hält die schwarze Serie des BSC Bayreuth-Saas weiter an. Das 0:2 (0:1) gegen den Tabellendritten FC Eintracht Münchberg war nun schon die fünfte Niederlage in Folge für den Aufsteiger.

FSV Erlangen Bruck – TSV Neudrossenfeld 1:2 (0:1)

In einer intensiven und auf gutem Niveau stehenden Begegnung belohnte sich der Gast mit einem verdienten Dreier, der besonders Markus Taschner euphorisierte: „Was die Jungs heute geboten haben, war Ausdruck unbeugsamen Willens. Wer ohne sieben Stammspieler einen solch sehenswerten Auftritt auswärts bei einem Spitzenteam abliefert, dem gehört Respekt und Anerkennung. Ich bin total stolz auf meine Männer.“ In der Tat waren die Neudrossenfelder über die gesamten 92 Minuten hellwach, verteidigten kompakt und schalteten schnell um. War Michael Rönz zunächst noch an FSV-Torhüter Thorben Hochmuth gescheitert, stand dem Gast in der 35. Minute das Glück zur Seite, als FSV-Youngster Luca Schindler einen Kopfball ins eigene Tor bugsierte. Dann bedurfte es schon zweier Glanzparaden von TSV-Torhüter Tobias Grüner, um die Grün-Weißen in der Erfolgsspur zu halten, gegen den genau getimten Kopfball von Ahmed Slama (57.) war er jedoch machtlos. Neudrossenfeld ließ sich aber nicht beirren und blieb gefährlich. Ein Geniestreich des fleißigen Mikel Seiter entschied letztlich die Begegnung: Er düpierte auf engstem Raum drei Gegenspieler, passte aus linker Position flach nach innen, wo Stefan Kolb in bester Torjägermanier vollendete. Neben Seiter verdienten sich Felix Thiele, Anton Makarenko und Kolb ein Sonderlob.

TSV Neudrossenfeld: Grüner – Pauli, Rönz (63. Schneider), Kolb (84. Dippold), Mayer, Thiele, Makarenko, Ismail, Seiter, Langlois, Böhmer.

SR: Raßbach (Lehrberg); Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Gnerlich (36. - Eigentor), 1:1 Slama (57.), 1:2 Kolb (79.).

BSC Bayreuth-Saas – FC Eintracht Münchberg 0:2 (0:1)

Der BSC erwischte bei schwierigen Platzverhältnissen den besseren Start, ohne allerdings für echte Torgefahr zu sorgen. Zwei Abschlüsse von Michael Sauerstein und Mike Hofmann waren dabei deutlich zu hoch angesetzt. Nach 30 Minuten folgte eine längere Spielunterbrechung, weil eine der beiden Schiedsrichterassistentin unglücklich bei einem Zweikampf an der Außenlinie getroffen und dabei schwer am Knöchel verletzt worden war. Das Spiel wurde anschließend nur noch durch den Schiedsrichter geleitet. Nach erneutem Abtasten im Anschluss an diese Unterbrechung hatte zunächst der BSC die große Chance zur Führung: Einem starken Ballgewinn ließ Moritz Taglieber eine scharfe Flanke auf Stürmer Markus Walther folgen, der in den Ball hineinhechtend nur ganz knapp verpasste. Passend zur aktuellen Situation des BSC folgte im direkten Gegenzug die kalte Dusche, weil nach einem bereits abgewehrten Torschuss Lucas Köhler von der Saaser Hintermannschaft aus den Augen verloren worden war. Auch nach dem Wechsel blieben die Gäste die bessere Mannschaft und drängten auf die Vorentscheidung. Der BSC schaffte es erst nach rund 60 Minuten, den Druck zu erhöhen. Großen Anteil daran hatte der eingewechselte Niklas Golling, der in der 67. Minute mit einem starken Dribbling und anschließendem Pass Niklas Rausch in Szene setzte, der freistehend vor Gästetorwart Jonas Lang verzog. Nur eine Minute später war es erneut Golling, der mit einem Tempodribbling für Gefahr sorgte, sein Abschluss strich aber knapp am Tor vorbei. So verpasste es die Saas erneut, aus einer ihrer Chancen Kapital zu schlagen, und fing sich auf der Gegenseite das 0:2: Julian Ott stieg nach einem Eckball unnachahmlich hoch und drückte den Ball ins lange Eck (74.). Damit war das Spiel entschieden.

BSC Bayreuth-Saas: Obwandner – Dörfler, Rosenzweig, Eyring, S. Hofmann (73. J. Küfner), M. Hofmann, Taglieber, Hirche (64. Golling), Sauerstein, Walther, Rausch.

SR: Hofmann (Lengenfeld); Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Köhler (45. + 21), 0:2 Ott (74.).

 

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