Landesliga EHC Bayreuth rückt vor, EV Pegnitz fällt zurück

red

Eine Woche nach der Eroberung eines Aufstiegsrundenplatzes in der Landesliga Gruppe I ist der EV Pegnitz diesen schon wieder los. Schuld daran war eine 3:4-Niederlage gegen den neuen Tabellenführer EV Moosburg. Dagegen ist der EHC Bayreuth weiter auf dem Vormarsch. Dank eines 7:4-Siegs gegen den TSV Trostberg ist das Team des Trainerduos Florian Müller und Thorsten Steffens bis auf fünf Zähler an den begehrten vierten Platz herangerückt.

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EHC Bayreuth – TSV Trostberg 7:4 (2:1, 2:2, 3:1)

Gegen die mit nur drei Verteidigern und sieben Stürmern angereisten Trostberger hatten die Bayreuther Schwerstarbeit zu leisten. Zwar lag der EHC durch Treffer von Jean-Maurice Meixner und Stephan Schmidt schon nach drei Minuten mit 2:0 in Front, die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste aber ließen sich nicht abschütteln.

„Das Problem ist auch ein bisschen, dass wir uns nie so richtig an die taktischen Vorgaben halten, teils zu eigensinnig sind und zu sehr nach vorne spielen“, fand Trainer Florian Müller durchaus auch kritische Worte nach dem Heimsieg vor 175 Zuschauern.

Hinzu kamen individuelle Fehler in der Defensive, die den Gästen halfen, im Spiel zu bleiben. So kamen die Trostberger jeweils wieder zurück, nachdem die Bayreuther zwei Tore vorgelegt hatten. Selbst die von Stephan Trolda (41.) herausgeschossene 5:3-Führung brachte dem EHC nicht die nötige Sicherheit. Erst nachdem Wayne Grapentine in der 55. Minute seine Mannschaft noch einmal auf 4:5 herangebracht hatte, sorgten die Routiniers Andreas Geigenmüller und Stephan Schmidt mit ihrem jeweils zweiten Treffer in diesem Spiel für die Entscheidung.

„Unter dem Strich sind wir schon froh, dass wir jetzt mal ein paar Spiele gewonnen haben. Wenn alles gut läuft, können wir schon noch oben mitspielen, dazu muss aber wirklich alles passen“, sagte Müller.

Tore: 1:0 (2.) Meixner, 2:0 (3.) Schmidt, 2:1 (19.) Zak, 3:1 (24.) Zimmer, 3:2 (31.) Grapentine, 4:2 (32.) Geigenmüller, 4:3 (36.) Roßmanith, 5:3 (41.) Trolda, 5:4 (55.) Grapentine, 6:4 (56.) Geigenmüller, 7:4 (59.) Schmidt.

EV Pegnitz – EV Moosburg 3:4 (1:1, 2:1, 0:2)

Gegen die erstklassig besetzten und vom ehemaligen Nationaltorhüter Bernie Engelbrecht trainierten Gäste boten die Ice Dogs zwei herausragende Drittel. Mit schnellem Angriffsspiel beschäftigten sie die Moosburger mehr, als diesen lieb sein konnte. Gutes Penalty-Killing, ein starker Torhüter Maximilian Schmidt und großes läuferisches Engagement waren die Garanten dafür, dass die Mannschaft von Trainer Markus Hausner nach Ablauf des Mitteldrittels mit einer 3:2-Führung in die Kabine ging.

Danach allerdings verloren die Ice Dogs komplett den Faden und boten den 120 Zuschauern einen der schlechtesten Spielabschnitte in dieser Saison. So drehten die Moosburger die Partie durch zwei einfache Treffer, denen jedoch zwei haarsträubende individuelle Fehler der Gastgeber vorausgegangen waren. Nach dem 3:4 nahm Hausner zwar sofort eine Auszeit, doch auch diese half seiner Mannschaft nicht mehr zurück in die Erfolgsspur. Am Ende versuchten es die Ice Dogs noch mit dem sechsten Feldspieler – ebenfalls vergeblich.

„Leider haben wir heute ein sehr fehlerbehaftetes Spiel gezeigt“ ärgerte sich Markus Hausner hinterher und fügte an, seine Spieler säßen nun in der Kabine und wüssten selbst nicht, warum das letzte Drittel so schwach war. „Was wir die letzten Spiele richtig gemacht haben, lief heute leider falsch“, sagte der Trainer. „Jetzt ist die Mannschaft wieder auf dem Boden der Tatsachen zurückgeholt worden.“

Tore: 1:0 (9.) Navarra, 1:1 (19.) M. Horava, 2:1 (26.) Dzemla (5 gegen 4), 2:2 (29.) Seitz, 3:2 (36.) Skarupa, 3:3 (46.) Schander, 4:3 (49.) Schander.

 

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