<%DIA text="Premiere von "Fifty Shades Of Grey" in Marktredwitz" id="653535" target="_blank">Premiere von Schüchternes Mauerblümchen mit Hang zum Fettnäpfchen trifft ihren Traummann: den kühlen, unnahbaren Fremden, der auf dem Parkett der Gesellschaft scheinbar mühelos agiert. Es entbrennt eine schicksalshafte Liebe, die nicht sein darf. Denn der Angebetete hat ein düsteres Geheimnis: Er ist Vampir!
Pardon, falscher Film.
Doch seine geistige Verwandtschaft mit der Twilight-Saga kann „Fifty Shades of Grey“ in keiner Film-Sekunde verleugnen: Die Hauptfiguren stammen aus denselben Schubladen und machen dieselbe Entwicklung durch: Sie wird immer selbstbewusster und stärker, während er seine menschliche Seite entdeckt. Und wenn er dann noch versucht, sie vor sich zu schützen, kann der Zuschauer schon einmal zwischen Twilight“ und „Shades“, zwischen Bella und Anna durcheinanderkommen.
Einen wichtigen Unterschied macht der Kameramann in „Fifty Shades of Grey“: Er hält munter drauf, wenn sein Twilight-Kollege schon längst schamesrot abgeblendet hätte. Denn die Filmversion dieses Prototyps aller Hausfrauen-Pornos hält viel von dem, was die millionenfach verkaufte Buchvorlage schon beim Durchblättern verspricht.
Die Neugier, wie viel nackte Haut ein FSK-16-Siegel erlaubt, wird schnell befriedigt. Bevor die sehr zeigefreudige Dakota Johnson als Annastacia Steele erstmals die Hüllen fallen lässt, erfährt das Publikum noch schnell von den finsteren Gelüsten des Titelhelden Christian Grey (Jamie Dornan): Dem macht die Liebe nämlich nur in seiner luxuriös möblierten Folterkammer Spaß.
Der Rest der Handlung ist dann ein Tauziehen zwischen Annas Sehnsucht nach einer normalen Beziehung und Christians Versuchen, Anna für Fesseln, Peitschen und Eiswürfel zu begeistern. Dass diese Ziele nur bedingt zusammenpassen, wäre eigentlich in wenigen Sätzen erzählt – doch weil die beiden Protagonisten alle paar Minuten übereinander herfallen, braucht es am Ende doch gut zwei Stunden.
Das ist dann alles höchst ästhetisch gefilmt, die Musik stimmt und die Darsteller sehen klasse aus. Doch nach der vierten Sex-Szene fesselt das Ganze nicht mehr richtig. Irgendwann fragt man sich eher, ob es der sympathischen Hauptdarstellerin gelingen wird, ihren Traummann zu zähmen – muss aber zuerst abwarten, dass dieser wie ein erfahrener Pfadfinder seine komplexen Knoten fertig geknüpft hat.
Und genau deshalb ist man schon vor dem ziemlich überraschenden Ende versucht, zu rufen: „Nun beiß sie doch endlich!“ Aber das war jetzt wieder dieser andere Film, oder?
Pardon, falscher Film.
Doch seine geistige Verwandtschaft mit der Twilight-Saga kann „Fifty Shades of Grey“ in keiner Film-Sekunde verleugnen: Die Hauptfiguren stammen aus denselben Schubladen und machen dieselbe Entwicklung durch: Sie wird immer selbstbewusster und stärker, während er seine menschliche Seite entdeckt. Und wenn er dann noch versucht, sie vor sich zu schützen, kann der Zuschauer schon einmal zwischen Twilight“ und „Shades“, zwischen Bella und Anna durcheinanderkommen.
Einen wichtigen Unterschied macht der Kameramann in „Fifty Shades of Grey“: Er hält munter drauf, wenn sein Twilight-Kollege schon längst schamesrot abgeblendet hätte. Denn die Filmversion dieses Prototyps aller Hausfrauen-Pornos hält viel von dem, was die millionenfach verkaufte Buchvorlage schon beim Durchblättern verspricht.
Die Neugier, wie viel nackte Haut ein FSK-16-Siegel erlaubt, wird schnell befriedigt. Bevor die sehr zeigefreudige Dakota Johnson als Annastacia Steele erstmals die Hüllen fallen lässt, erfährt das Publikum noch schnell von den finsteren Gelüsten des Titelhelden Christian Grey (Jamie Dornan): Dem macht die Liebe nämlich nur in seiner luxuriös möblierten Folterkammer Spaß.
Der Rest der Handlung ist dann ein Tauziehen zwischen Annas Sehnsucht nach einer normalen Beziehung und Christians Versuchen, Anna für Fesseln, Peitschen und Eiswürfel zu begeistern. Dass diese Ziele nur bedingt zusammenpassen, wäre eigentlich in wenigen Sätzen erzählt – doch weil die beiden Protagonisten alle paar Minuten übereinander herfallen, braucht es am Ende doch gut zwei Stunden.
Das ist dann alles höchst ästhetisch gefilmt, die Musik stimmt und die Darsteller sehen klasse aus. Doch nach der vierten Sex-Szene fesselt das Ganze nicht mehr richtig. Irgendwann fragt man sich eher, ob es der sympathischen Hauptdarstellerin gelingen wird, ihren Traummann zu zähmen – muss aber zuerst abwarten, dass dieser wie ein erfahrener Pfadfinder seine komplexen Knoten fertig geknüpft hat.
Und genau deshalb ist man schon vor dem ziemlich überraschenden Ende versucht, zu rufen: „Nun beiß sie doch endlich!“ Aber das war jetzt wieder dieser andere Film, oder?