Erbendorf - Jahrzehntelang hatte darüber Einigkeit bestanden: Die Rückkehr der großen seltenen Tiere in die ausgeräumte Kulturlandschaft kommt einem kleinen Wunder gleich. Ob Uhu, Schwarzstorch oder Rotmilan, jeder der Rückkehrer wurde einhellig begeistert begrüßt. Ganze Regionen begannen, mit dem neuen Naturreichtum um Touristen zu werben. Nun scheint diese Einhelligkeit ausgerechnet an einer neuen umweltfreundlichen Energie zu zerbrechen. Vor allem im Umfeld neuer Windkraftstandorte häufen sich die Meldungen über die Auffindung toter, seltener Vögle. Nicht nur Naturschützer sehen hier einen Zusammenhang: Dort wo der Schwarzstorch brütet oder der Rotmilan jagt, haben Windkraftanlagen eigentlich keine Genehmigungschance. Das berührt die Interessen der Windkraftbetreiber und der Grundstückeigentümer, die auf eine üppige Pacht hoffen können.
Länderspiegel Mit Pfeilen gegen den Schwarzstorch
Von Joachim Dankbar und Wolfgang Würth 13.06.2016 - 00:00 Uhr