Coburg - Ausnahmezustand in Coburg: Nach einem Drohanruf ist das Justizgebäude am Donnerstagnachmittag evakuiert worden. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken vor Ort erklärte, war gegen 14.50 Uhr bei dem Coburger Radiosender Radio Eins ein anonymer Anruf eingegangen. Ein Unbekannter hatte gedroht: "Der Himmel wird heute hell erleuchtet sein. Das Amtsgericht muss büßen." Man solle an Dortmund denken, warnte der Täter bei einem zweiten Anruf. Die Polizei hatte das Justizgebäude in der Ketschendorfer Straße und das Mahngericht in der Heiligkreuzstraße am Nachmittag weiträumig abgesperrt. Nach einem rund dreistündigen Großeinsatz mit Spürhunden gab die Polizei um kurz nach 18 Uhr Entwarnung:

18.19 Uhr:
Das oberfränkische Präsidium teilt mit: Bei der Durchsuchung ergaben sich keine Hinweise auf Gegenstände von denen eine Gefahr hätte ausgehen können. Die Ermittlungen der Kripo Coburg zum Urheber der Drohanrufe dauern an.

18.12 Uhr: Auch der Einsatz an der Heiligkreuzstraße ist beendet. Unter der Leitung der Polizei Coburg waren gut 20 Polizisten im Einsatz.

17.48 Uhr: Der Einsatz verlagert sich zum Mahngericht an die Heiligkreuzstraße. Die Spezialisten und Spürhunde durchsuchen auch dort die Räume. Anders als an der Ketschendorfer Straße kann der Verkehr hier während der Durchsuchung ohne Behinderungen fließen. Nur der Innenhof des Mahngerichts ist abgesperrt.

17.43 Uhr: Entwarnung an der Ketschendorfer Straße: Die Mitarbeiter können wieder in das Justizgebäude. Der Polizeieinsatz ist dort beendet, die Straßensperrung aufgehoben.

17.27 Uhr: In der Innenstadt kollabiert der Verkehr. Auf den Straßen kommt es zu längeren Staus. Wegen der abgesperrten Gebäude muss
der Verkehr rund um das Areal an der Ketschendorfer Straße abgeleitet werden.

17.09 Uhr: Ein zweiter Hundeführer betritt das Justizgebäude an der Ketschendorfer Straße.

16.58 Uhr: Einige Passanten und Schaulustige wollen die Sperrung nicht so einfach hinnehmen. Die Polizei muss sie immer wieder ermahnen.

16.39 Uhr: Die Kriminalpolizei Coburg teilt mit, sie habe Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen.

16.32 Uhr: Oberbürgermeister Norbert Tessmer ist eingetroffen.

16.15 Uhr: Die Polizei kontrolliert Passanten vor dem Justizgebäude. Größere Taschen oder Rucksäcke werden von den Beamten durchsucht.


16.03 Uhr: Polizeibeamte und Spezialisten suchen die Räume des Justizgebäudes mit einem Sprengstoff-Suchhund ab.

15.48 Uhr: Die Situation vor dem Justizgebäude in der Ketschendorfer Straße ist ruhig. Die Angestellten wirken besonnen, von Hektik ist keine Spur. Manche Richter, Staats- und Rechtsanwälte sowie Besucher stehen ohne Jacken auf dem Albertsplatz. Bei der Evakuierung blieb keine Zeit, um Taschen oder Kleidungsstücke mitzunehmen.

15 Uhr: Ein Großeinsatz am Coburger Jusitzgebäude beginnt: Die Polizei sperrt das Areal an der Ketschendorfer Straße und das Mahngericht in der Heiligkreuzstraße weiträumig ab. Derzeit befindet sich niemand in den Gebäuden. Die Mitarbeiter haben sich auf dem Albertsplatz versammelt.

14.53 Uhr: Der anonyme Anrufer meldet sich ein zweites Mal bei den Radio-Leuten: Er verleiht seiner Drohung Nachdruck. Man solle "an Dortmund denken", warnt er.


14.50 Uhr: Bei dem Coburger Radiosender Eins geht eine anonymer Drohanruf ein: "Der Himmel wird heute hell erleuchtet sein. Das Amtsgericht muss büßen", heißt es. Der Sender alarmiert die Polizei.