Bei einem gemeinsamen Spaziergang um den Röhrensee können Kontakte geknüpft und Erfahrungen geteilt werden. Begleitet wird die Gruppe von den Beraterinnen der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen im Landratsamt Bayreuth sowie ausgewählten und thematisch passenden Referentinnen aus der Region Bayreuth“, heißt es auf der Homepage des Landratsamtes.
Fast 1000 Beratungsgespräche
„Jede Beratung ist individuell“, darauf legt auch Andrea Röderer-Grüner von der staatlich anerkannten Schwangeren-Beratungsstelle der Diakonie größten Wert. Im fünften Stock des Hauses in der Kolpingstraße 1 angesiedelt – glücklicherweise gibt es einen Aufzug – waren es im vergangenen Jahr fast 1000 Beratungsgespräche, die geführt wurden. 666 Frauen oder Angehörige haben davon profitiert. Bei 20 sexualpädagogischen Gruppenangeboten wurden 315 Teilnehmer erreicht, berichtet Röderer-Grüner. Und oft, sehr oft sind es finanzielle Schwierigkeiten, die bei den Gesprächen mit den Frauen und Männern im Fokus stehen. Vor allem bei Alleinerziehenden oder bei Paaren, bei denen sich die Trennung abzeichnet. Oder wenn das dritte Kind erwartet wird und das Geld in der Familie bereits jetzt knapp ist. „Die Unsicherheit um den Arbeitsplatz, die überall herrscht, auch die Wohnungsnot, die merken wir auch hier bei uns“, sagt Röderer-Grüner.
Unbürokratische Hilfe
Oft entstünden Lücken, die überbrückt werden müssen. „Bei Übergängen von der Grundsicherung auf Lohn etwa, oder bei der Beantragung von Wohngeld. Das ist alles nicht so einfach und braucht manchmal viel Vorlauf“. Und genau in solchen Fällen ist schnelle, unbürokratische Hilfe gefragt. Zum Beispiel, um einfach noch einen Einkauf tätigen zu können, um ein Wochenende zu überbrücken. Und die hat Röderer-Grüner mit ihrem Team jetzt in der Schublade. Lebensmittelgutscheine der Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ für den ärgsten Notfall.
INFO: In Bayreuth gibt es zwei Schwangerschafts-Beratungsstellen, damit die angehenden Mütter und auch die Väter Wahlfreiheit haben, von wem sie sich beraten lassen wollen. Die Mitarbeiter unterliegen – wie Ärzte auch – der Schweigepflicht. Beide Beratungsstellen werden bei Bedarf von der Kurier-Stiftung mit Lebensmittelgutscheinen versorgt