"Da ist Euer Phantom-Waller - einer von vielen!", sagt Hobby-Fischer Mario Mönch in dem Clip. Als er seinen Finger ins Wasser steckt, schnappt der Raubfisch sogar danach:
Der "Phantom-Waller" vom Hofgarten ist gefunden: Kurier-Leser Mario Mönch hat uns einen Videoclip zugeschickt, auf dem eindeutig ein Waller zu sehen ist. Aufgenommen habe er den Clip im Hofgarten, sagt Mönch. Und: Neben einigen Wallern seien auch Hechte im Hofgarten-Kanal.
"Da ist Euer Phantom-Waller - einer von vielen!", sagt Hobby-Fischer Mario Mönch in dem Clip. Als er seinen Finger ins Wasser steckt, schnappt der Raubfisch sogar danach:
Nach der Werbung weiterlesen
Gefilmt habe er den Waller am Sonntagvormittag, sagt Mönch - gegen 11.45 Uhr, in der Nähe der Pferdestatue. Nachdem der Kurier in den vergangenen Tagen mehrfach über einen vermeintlichen "Phantom-Waller" im Hofgarten berichtet hatte, habe er zeigen wollen, dass es in dem Gewässer tatsächlich welche gebe, sagt Mönch lachend.
Mario Mönch - 36 Jahre alt, Gebäudereiniger in Bayreuth - fischt, seit er sechs Jahre alt ist. Vor allem Zander, Hechte und Karpfen, aber auch Waller. Er kennt sich aus: "Ich musste den Waller ein bisschen anlocken", erklärt er, "dazu habe ich ein paar Mal mit dem Finger ins Wasser geploppt. Wenn Waller in der Nähe sind, lockt sie das an."
Das Ergebnis des Lock-Manövers: Nach wenigen Augenblicken nähert sich ein Waller. Gut 70 bis 80 Zentimeter lang sei der Fisch gewesen, schätzt Mönch. Locker groß genug, um Entenküken gefährlich zu werden.
Dass der Waller sich so schnell genähert hat, macht den Hobbyfischer allerdings stutzig: "Gut möglich, dass die hier öfter mal gefüttert werden. Ich weiß nicht, wer hier nachts alles mit einer Angel unterwegs ist."
Neben Wallern - zwei allein am Sonntagvormittag - hat Mönch auch schon Hechte im Hofgarten-Kanal gesehen. Wie groß die aktuelle Waller-Population ist, kann er nicht einschätzen. Im vergangenen Sommer habe er aber gut 30 Waller im Kanal gesehen, darunter einige Exemplare von stattlicher Größe.
In der vergangenen Woche hatte der Kurier den Hofgarten-Kanal mit Thomas Speierl, dem Leiter der Fischereifachberatung des Bezirks Oberfranken, besucht. Speierl erklärte, er halte das Vorkommen eines Wallers im Gewässer zwar für unwahrscheinlich, wolle es aber nicht ausschließen. Endgültige Sicherheit über die Fischarten im Kanal könne eine Elektro-Befischung bringen. Dabei werden Stromstöße durch das Wasser geleitet, die die Fische vorübergehend betäuben. Die Tiere treiben in diesem Zustand an der Wasseroberfläche und können gezählt werden.
Christine Maget von der Schloss- und Gartenverwaltung ist für den Hofgarten zuständig. Man gehe jedem einzelnen Hinweis auf Raubfische im Kanal nach, erklärte sie dem Kurier in der vergangenen Woche. Sollte sich der Verdacht erhärten, dass es Waller in dem Gewässer gebe, müsse über weitere Maßnahmen gesprochen werden.
Wie gut wissen Sie über gruselige Wasserbewohner Bescheid?
Testen Sie Ihr Wissen im Quiz:
...
Bitte einen Moment Geduld.
Die Toolbox für Content-Marketing wird geladen ...