Kulmbacher Oberland Unfallserie im Schneetreiben

Melitta Burger

Im Oberland kracht es am Freitag am laufenden Band. Bei Kupferberg ist nach einem Unfall die B 289 dicht, weil wartende Lkw nicht wieder anfahren können.

Zum Teil heftiger Schneefall war am Freitag der Auslöser für eine ganze Reihe von Verkehrsunfällen, die die Stadtsteinacher Polizei in Atem gehalten haben. Auf der B 289 zwischen Kupferberg und Marktleugast hat ein Glätteunfall die ganze Strecke für eine Zeit lang lahmgelegt. Als die verunglückten Fahrzeuge geborgen waren, hatten in beiden Fahrtrichtungen wartende Lkw-Fahrer Probleme, ihre Fahrzeuge an den Steigungen wieder in Ganz zu bringen. Die Feuerwehr musste anrücken, um bei der Verkehrsleitung zu unterstützen. Glücklicherweise ist bei keinem der Unfälle jemand verletzt worden. Der Schaden allerdings ist hoch. Die Polizei Stadtsteinach appelliert an alle Autofahrer, die winterlichen Verkehrsverhältnisse zu berücksichtigen und vorsichtig zu fahren. Zudem sollte spätestens jetzt jedes Auto auf Winterreifen unterwegs sein, und die sollten auch ausreichendes Profil haben. Einer der Unfälle vom Freitag ist nach Polizeiangaben auf abgefahrene Reifen zu zurückzuführen.

Die Unfallserie beginnt kurz nach 13 Uhr. Auf der B 289 zwischen Kupferberg und Marktleugast gerät ein 32-jähriger Kulmbacher mit seinem VW Lupo auf schneebedeckter Straße ins Rutschen und kracht in die Leitplanke. Ein unmittelbar hinter ihm fahrender 19-jähriger Mann aus dem Landkreis Kulmbach kann seinen BMW nicht mehr rechtzeitig stoppen und fährt auf. Der Lupo wird in den Graben geschleudert. An beiden Fahrzeugen schätzt die Polizei den Schaden auf je mindestens 3000 Euro.

Was eigentlich ein Kleinunfall gewesen ist, entpuppt sich dann als größerer Einsatz. Denn die Straße ist durch die beiden Unfallfahrzeuge nicht mehr passierbar. Der nachfolgende Verkehr muss anhalten. Lkw und Transporter können an der schneebedeckten Bergstrecke nicht mehr anfahren. Die Feuerwehren aus Kupferberg und Mannsflur werden alarmiert, berichtet Feuerwehrsprecher Yves Wächter. Die Einsatzkräfte stoppen in Kupferberg den Verkehr, lassen Lkw bei der Kirche wenden. Die Pkw werden über Streichenreuth umgeleitet. Auch ab der Hermeser Kreuzung werden Umleitungen eingerichtet. Zwei Stunden dauert es, bis der dicht Feierabend-Verkehr schließlich wieder fließen kann.

Am Abend kracht es dann am laufenden Band. Um 20.10 Uhr kracht es auf Höhe des Kulmbacher Tierheims in Heinersreuth. Auf schneebedeckter Fahrbahn gerät ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Kulmbach mit seinem Opel Astra ins Schleudern und kracht erst gegen ein Verkehrszeichen, danach noch gegen einen Gartenzaunpfosten. Das Auto wird laut Polizei dabei total beschädigt.

Nur wenige Minuten später der nächste Einsatz: Um 20.15 Uhr rutscht zwischen Presseck und Schwand ein Auto und gerät auf die Gegenfahrbahn. Der entgegenkommende 29-jährige Fahrer aus Kulmbach kann nicht mehr ausweichen. Er kracht mit seinem BMW in die Leitplanke. Auf 10 000 Euro schätzt die Polizei den Schaden. Der Unfallverursacher fährt weiter. Möglicherweise hat er den Unfall gar nicht bemerkt. Bekannt ist nur, dass es sich um eine Limousine handelt.

Um 21 Uhr kracht es dann schon wieder. Zwischen Kunreuth und Seubetenreuth, Gemeinde Presseck, kommt ein 73-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Hof mit seinem Fiat Punto von der Straße ab und prallt gegen eine Leitplanke. 3000 Euro Schaden entstehen bei diesem Unfall. Der ist geschehen, weil das Auto auf abgefahrenen Winterreifen unterwegs gewesen ist, informiert die Polizei. Das wird für den Fahrer nun noch rechtliche Konsequenzen haben.

Gegen 22 Uhr Uhr ist dann ein weiteres Mal die Strecke der Bundesstraße 289 zwischen Kupferberg und Marktleugast betroffen. Kurz nach Kupferberg gerät in Richtung Marktleugast ein 57-jähriger Mann aus dem Landkreis Kulmbach mit seinem Renault Clio im Schneetreiben von der Straße ab. Das Fahrzeug schlittert, schießt über die Fahrbahn hinaus und überschlägt sich in einer angrenzenden Wiese. Der Clio bleibt schließlich auf dem Dach liegen. Glücklicherweise erleidet auch bei diesem Unfall der Fahrer keine Verletzungen.

 

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