KULMBACH. Nur mit Hilfe der Kulmbacher Feuerwehr konnte am Samstagnachmittag ein 31-jähriger Mann aus einer sehr misslichen Situation befreit werden, die in ihrer Art ziemlich einzigartig gewesen sein dürfte: Das Opfer war in einem Pfandautomaten für Leergut festgesteckt. Im Kulmbacher Klinikum kümmerten sich anschließend Ärzte um den Verletzten und versorgten Quetschungen, die er am Unterschenkel erlitten hatte.

Nach Angaben der Polizei ging der Hilferuf aus einem der großen Kulmbacher Getränkemärkte gegen 15 Uhr ein. Einer der Mitarbeiter des Marktes wollte mit dem Fuß einen leeren Getränkekasten lockern, der sich in der Schleuse des Pfandautomaten verklemmt hatte. Dabei hat der Mann sein Bein in die Öffnung gesteckt, obwohl das Förderband noch am Laufen war.

Das sollte sich als fatale Entscheidung erweisen. Ein Bein des 31-Jährigen verfing sich in dem Automaten. Zeugen berichten, der Mann sei ein Stück in die Öffnung hineingezogen worden, dann habe sich das Band verklemmt. Das Bein des Mannes sei zwischen dem Förderband und den dahinter folgenden Rollen eingeklemmt gewesen. Es sei ihm weder selbst noch mit Hilfe gelungen, sich zu befreien.

Damit blieb keine andere Möglichkeit, als die Feuerwehr zu alarmieren. Die kam unter Leitung von Kreisbrandmeister Jürgen Hochgesang mit 17 Kräften unverzüglich an die Einsatzstelle und wusste gleich Rat. Die Helfer demontieren die Transportrollen aus der Maschine und konnten den Verunglückten dann schnell aus seiner unglücklichen Situation befreien. Die ebenfalls alarmierten Retter des BRK Kulmbach übernahmen die weitere Versorgung des verunglückten Mannes und brachten ihn ins Krankenhaus.