Kulmbach Feuerwehrmann bei Explosion schwer verletzt

Symbolfoto: dpa Quelle: Unbekannt

KULMBACH. Der Knall der Explosion war weithin zu hören und hat viele Kulmbacher erschreckt: Durch eine Explosion im Feuerwehrzentrum in Kulmbach ist am Donnerstagabend ein 58-jähriger Feuerwehrmann schwer verletzt worden.

Der Mann hatte eine alte Pressluftflasche aufflexen wollen, von der er offenbar angenommen hatte, dass sie leer wäre. Das war allerdings nicht der Fall. Der erfahrene Feuerwehrmann hatte Arbeiten wie diese schon öfter ausgeführt. Nie zuvor war etwas passiert.

Es war kurz vor 18 Uhr, als sich die Explosion ereignete, die in weiten Teilen Kulmbachs zu hören gewesen ist. Als Kameraden der Feuerwehr zu Hilfe eilten, fanden sie den 58-Jährigen mit schwersten Gesichtsverletzungen vor. Durch die Explosion der leuchtend gelb lackierten Atemluftflasche waren Fensterscheiben zertrümmert worden und auch ein Stück von der Fassade des Feuerwehrgerätehauses in der  E.-C.-Baumann-Straße wurde abgesplittert. Auch eines der Rolltore am Feuerwehrhaus ist offenbar beschädigt worden.

Sofort setzten die Feuerwehrleute einen Notruf ab. Der Rettungshubschrauber wurde alarmiert. Versuche, direkt auf dem Gelände der Feuerwehr zu landen, scheiterten aber, weil es keine geeignete Landemöglichkeit gab. Am Ende setzte der Hubschrauber auf einem Grasstreifen in der Kronacher Straße auf. Der Verletzte wurde im Rettungswagen des BRK Kulmbach zum Hubschrauber gebracht, berichtet die Polizei. Der Mann hat sich durch die Explosion massive Verletzungen im Gesicht zugezogen.

Bürgermeister Ralf Hartnack und der leitende Beamte der Stadt Kulmbach, Uwe Angermann, verließen sofort die Stadtratssitzung, als die Nachricht bei Oberbürgermeister Henry Schramm einging, der die Sitzung leitete. Sie machten sich im Feuerwehrhaus  ein Bild der Lage.

„Ich bin tief betroffen“, sagte Kulmbachs zweiter Bürgermeister, der den Verletzten persönlich  kennt. Hartnack, der Verwaltungsrat für die Feuerwehren in der Stadt Kulmbach, brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der Verletzte sich bald von dem Unglück ganz erholt.

 

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