Stadtsteinach - Die schweren Vorwürfe, die der Sohn einer ehemaligen Bewohnerin des Caritas-Altenheims St. Marien in Stadtsteinach gegen die Verantwortlichen des Hauses erhoben hat (die Frankenpost berichtete), werden voraussichtlich kein gerichtliches Nachspiel haben. Leitender Oberstaatsanwalt Herbert Potzel aus Bayreuth bestätigte gestern auf Nachfrage, dass seine Behörde das Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des Hauses und auch einen behandelnden Arzt Ende Juni eingestellt hat. Potzel sagte zwar deutlich, es seien Fehler in der Betreuung und Versorgung der Seniorin gemacht worden. Die hatte dadurch einen Dekubitus im Bereich des Gesäßes erlitten, der nach Aussagen des Sohnes unzureichend versorgt worden sei. Allerdings lasse sich laut Potzel eine klare Schuldzuweisung, die für ein Strafverfahren notwendig sei, nicht nachweisen.