Das übliche Geschäft für diese Jahreszeit meldet die Walther-GmbH aus Kulmbach für den Bereich Heizöl. Wer in seinem Haus kleinere Tanks eingebaut hat, weiß Karl-Heinz Full, wird kaum über den langen und kalten Winter kommen und von einer Nachbestellung wohl nicht verschont werden. Lediglich die mit einem größeren Vorrat können es sich in diesen Tagen leisten zu taktieren. Um die 50 Cent plus Mehrwertsteuer kostet bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern derzeit der Liter Öl. Wie es weitergeht, stehe in den Sternen: „Wir wissen nicht, wie es übermorgen aussieht.“ Die Preise veränderten sich bereits seit einiger Zeit zum Teil mehrfach täglich. Große Sprünge seien eher nicht zu erwarten: „Im Augenblick sind die Preise relativ fest.“Vollkommen anders, als das wohl die meisten Menschen erwarten würden, ist der Winter bisher für die Kulmbacher Stadtwerke gelaufen. Deren Kundschaft für Erdgaslieferungen kommt zu gut der Hälfte aus dem Industriebereich und der hat immer noch mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen. So kommt es, dass von Oktober bis einschließlich Januar die Stadtwerke derzeit ein Minus verbuchen mussten.