Eisen und Mangan im Trinkwasser Kochen mit Mineralwasser – Alte Leitung aus Grauguss

KULMAIN. Trübes Wasser sprudelt aus den Wasserhähnen zahlreicher Anwesen im Waldweg. Aufgrund der Hinweise der dortigen Anwohner ließ die Gemeinde im Januar Wasserproben aus verschiedenen Entnahmestellen untersuchen. Das Ergebnis legte Bürgermeister Günter Kopp am Dienstag dem Gemeinderat vor.

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Die Auswertung ergab zunächst keine mikrobiologische Belastung. Allerdings kam es bei Eisen und Mangan zu Grenzwertüberschreitungen. Der Grund dafür wird in der aus Grauguss bestehenden alten Leitung im Waldweg gesehen. Höherer Druck und größere Fließgeschwindigkeit des Wassers könnten Ursache für die Abtragungen von Eisenbestandteilen an den Rohrwänden sein. Zu keinen Beanstandungen führten die Wasserproben bei den ersten beiden Häusern des Waldweges.

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Wie Bürgermeister Kopp weiter mitteilte, wurden aufgrund des Untersuchungsergebnisses das Wasserwirtschafts- und das Gesundheitsamt eingeschaltet. Sie gaben die Empfehlung, kein Wasser in dem betroffenen Abschnitt mehr zu trinken und für die Essenszubereitung zu verwenden.

Den Anwohnern wird deshalb Mineralwasser zur Verfügung gestellt, so Kopp. Die alte Leitung gilt es deshalb, so schnell wie möglich auszutauschen. Ein Kostenvoranschlag liegt bereits vor, weitere sollen eingeholt werden, um das Problem so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt entschied der Gemeinderat, für den Hochbehälter Ölbrunn eine Störmeldebenachrichtigung auf das Funktelefon des Wasserwartes zu schalten. Dabei kalkuliert der Gemeinderat mit einem Kostenaufwand von 800 Euro. Mit der Investition soll verhindert werden, dass bei Rohrbrüchen oder anderen zu Wasserverlusten führenden Ereignissen, die betroffenen Bürgern plötzlich nicht für längere Zeit auf dem Trockenen sitzen.

kr/Symbolbild: pa