NGO ist besorgt
Während solche Vorhaben in der Politik weitgehend positiv aufgenommen werden, gibt es in Teilen der Zivilgesellschaft Skepsis, etwa wegen des hohen Strombedarfs. "Rechenzentren sind nicht per se gut oder schlecht", sagt Kilian Vieth-Ditlmann von der Nichtregierungsorganisation (NGO) Algorithm Watch. "Entscheidend ist: Wo kommt die Energie für den zusätzlichen Bedarf her, wie effizient und nachhaltig sind die Rechenzentren?" Mit Blick auf die bislang bekannten Vorhaben sagt er: "So wie es jetzt läuft, gefährdet der Bau von immer mehr Rechenzentren die Klimaziele in Deutschland."
"Neue Rechenzentren sollten nur noch dann genehmigt werden, wenn sie in jeder Stunde - und nicht nur im Jahresdurchschnitt - mit erneuerbaren Energien betrieben werden, die für diesen Zweck zusätzlich erzeugt worden sind", sagt Vieth-Ditlmann. Die Profiteure der Politik der Bundesregierung seien keineswegs europäische Betreiber, sondern die großen US-Tech-Konzerne.
Microsoft betont, dass man auf nachhaltige Lösungen setze. Die Rechenzentren der nächsten Generation nutzten etwa ein neues Kühlkonzept, das ohne Wasserverdunstung auskomme. Ist der Kühlkreislauf befüllt, so müsse fast kein Kühlwasser mehr nachgefüllt werden.