Kracher zum BBL-Auftakt Medi Bayreuth startet gegen Brose Bamberg

Heiß her ging es beim jüngsten Oberfrankenderby in der Oberfrankenhalle. Das verloren Medi-Kapitän Bastian Doreth (rechts) mit 79:90, auch weil Bambergs Bryce Taylor schwer zu bremsen war (links).Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Ein leichter Aufgalopp sieht anders aus, aber ein Spektakel und eine volle Oberfrankenhalle sind garantiert: Medi Bayreuth startet am Dienstag, 24. September, um 20 Uhr mit dem Oberfrankenderby gegen Brose Bamberg um Ex-Medi-Center Assem Marei in die neue Bundesliga-Spielzeit.

"Donnerwetter. Das ist ein echter Kracher“, freut sich Bastian Doreth über den Auftaktgegner. Der Medi-Kapitän sieht in dieser hohen ersten Hürde weit mehr Vor- als Nachteile. „Grundsätzlich finde ich es gut, solch ein starkes Team zum Auftakt zu haben. Die Bamberger haben ja wie wir relativ viel Personal getauscht. Da ist die Chance groß, dass sie sich noch nicht so gefunden haben.“ Auch für die Vorbereitung sei solch ein frühes Highlight positiv. „Da ist jeder gleich fokussiert und mit diesem Ziel vor Augen auch top motiviert.“
Ungleich gelassener als sein Kapitän gibt sich Raoul Korner. „Das ist doch ganz schön“, sagt der Medi-Trainer und wirkt tiefenentspannt: „Irgendwann müssen wir ja gegen die Bamberger spielen, also warum nicht auch gleich? Toll für unsere Fans ist, dass wir Heimrecht haben.“
Schwer aus der Reserve zu locken ist Korner auch beim Blick auf den ersten Auswärtsgegner: Am 6. Oktober sind die Crailsheim Merlins Gastgeber des Medi-Teams. Eigentlich eine machbare Aufgabe. „Das haben wir in der letzten Saison auch gedacht. Und dann gab’s das böse Erwachen“, antwortet Raoul Korner und verweist auf die 90:97-Auswärtsniederlage seines Teams beim damaligen Schlusslicht.
Als besonders große Herausforderung erachtet der 45-jährige auch das zweite Heimspiel am 13. Oktober gegen Würzburg. „Im Gegensatz zu den Bambergern haben es die Würzburger geschafft, ihre Mannschaft zusammenzuhalten. Das macht die Aufgabe zu Saisonbeginn nicht leichter.“
„Dank und Anerkennung“ adressiert Medi-Geschäftsführer Björn Albrecht an die Spielplanmacher der BBL. Vier europäische Wettbewerbe, die Nationalmannschaftsfenster und die Bundesliga in Einklang zu bringen, sei eine ganz besondere Herausforderung. Aus Sicht seines Vereins ist sie exzellent gemeistert worden. Er spricht von einem „ebenso kuriosen wie spektakulären Auftakt“, der, so vermutet er, wohl auch live im TV bei Sport1 übertragen werde. Alles in allem sind wir sehr zufrieden.“ Auch die anstehende Auswärtsaufgabe in Crailsheim sei positiv zu sehen. „Das ist auf jeden Fall besser, als gleich irgendeinen Kracher auswärts zu haben“, wobei seine Mannschaft, bevor es nach Crailsheim geht, die Pokalhürde beim Mitteldeutschen BC (voraussichtlich am 28. September) zu überwinden hat. „Das ist dann schon richtig knackig am Anfang.“

Neue Fan-Gruppierung: „Halle wird brennen“

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Als weit mehr als nur knackig bewertet man den Saisonstart beim Medi-Anhang. „Das Spiel der Spiele gleich am Anfang – das wird heftig. Wir haben da keinerlei Anlaufzeit und müssen gleich voll abliefern“, sagt Patrick Scharnagel. Er ist Sprecher der neuen Fan-Gruppierung „Bayreuth X“, die in der vergangenen Saison das erste Mal beim Medi-Auswärtsspiel in Jena mit einem lautstarken Support auf sich aufmerksam gemacht hat. In der neuen Saison tritt die neue Gruppierung auch bei Heimspielen in Erscheinung, maximal 86 Plätze stehen „Bayreuth X“ auf der östlichen Hinterkorbtribüne zur Verfügung.
„Wir haben da einiges geplant. Und auch wenn bis zum Saisonstart nicht mehr so viel Zeit bleibt, ich garantiere: Die Halle wird brennen“, sagt Scharnagel. Das Heimspiel gegen Bamberg sei durch nichts zu toppen. „Das Spiel gegen Brose könnte an einem Montagvormittag sein, und die Halle wäre voll.“ Aber auch beim ersten Auswärtsspiel in Crailsheim sieht sich „Bayreuth X“ gefordert. „Wir hatten vier, fünf, sechs Auswärtsspiele auf dem Zettel. Auch Crailsheim war da dabei, weil es nicht weit weg ist und die Halle sehr angenehm für Gästefans ist. Wir sind da also gleich wieder gefragt. Auch für uns ist der Start nicht ohne.“

 

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