Korner in Doppelfunktion Medi-Coach wird auch Nationaltrainer

Zur Freude aller Beteiligter künftig in Doppelfunktion: Raoul Korner wird Trainer der österreichischen Nationalmannschaft und verlängerte seinen Vertrag bei Medi Bayreuth bis 2021. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Die Entscheidungsfindung hat ein bisschen gedauert, das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Gut eine Woche, nachdem bekannt wurde, dass Raoul Korner neben seiner Trainertätigkeit bei Bundesligist Medi Bayreuth auch das Amt des österreichischen Nationaltrainers anstrebt, haben die Verantwortlichen in Bayreuth ihr Placet gegeben. Verknüpft ist die Freistellung des 45-Jährigen für seinen Verband mit einer Vertragsverlängerung in Bayreuth über die kommende Spielzeit hinaus bis 2021.

 

Eine – wenn man so möchte – Win-win-win-Situation. Schließlich entsteht für alle drei Partner bei diesem „Deal“ ein Mehrwert: Während Korner als Cheftrainer sein Heimatland in die EM-Qualifikation führen kann und der Österreichische Basketball Verband seinen Wunschkandidaten auf der Position des Nationaltrainers hat, bleibt den Bayreuthern der Erfolgstrainer noch mindestens eine weitere Saison erhalten.

Für Korner selbst stellt die weitere vertragliche Bindung an seinen bisherigen Arbeitgeber offensichtlich alles andere als ein Opfer dar. „Es ist kein Geheimnis, dass mir der Standort Bayreuth sehr am Herzen liegt und ich mich hier extrem wohl fühle“, wird der Medi-Coach in einer Vereinsmitteilung zitiert. Gleichzeitig betont er, wie sehr es ihn freue, die Auswahl seines Heimatlandes coachen zu dürfen. „Durch meine vorzeitige Vertragsverlängerung kann ich nun beide Herzensangelegenheiten miteinander verbinden, wofür ich sehr dankbar bin.”

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Haufer: Ein klares Zeichen Korners zum Standort Bayreuth

Matt Haufer, der Sportliche Leiter von Medi Bayreuth, spricht von einer ganz besonderen Auszeichnung für den Medi-Coach. Die Auswahl seines Heimatlandes übernehmen zu dürfen, entspreche auch der Bayreuther Philosophie, jedem Protagonisten die Chance zu ermöglichen, das höchstmögliche persönliche Level zu erreichen. Gleichwohl betont Haufer auch, dass die terminliche Koordination für Korner durchaus eine Herausforderung darstellen könne. „Aber in Anbetracht der Professionalität Raouls und der Kompetenz unseres gesamten Trainerteams machen wir uns da wenig Sorgen. Insbesondere, da Raoul mit seiner gleichzeitigen Vertragsverlängerung ein klares Zeichen im Hinblick auf sein langfristiges Commitment zum Standort Bayreuth gesetzt hat.“

Regelrechte Euphorie herrscht beim Österreichischen Basketball Verband. „Wir haben derzeit das beste Nationalteam der Geschichte und die historische Chance, uns erstmals für eine Europameisterschaft zu qualifizieren. Die besten Spieler reichen dafür aber nicht.“, wird Präsident Gerald Martens zitiert: „Es braucht aber auch den bestmöglichen Trainer. Den haben wir mit Raoul Korner jetzt definitiv gefunden.”

INFO: Die Qualifikations-Endrunde für die Basketball Europameisterschaft 2021 beginnt für insgesamt 32 Teams, darunter auch Österreich und Deutschland, am 25. November. Aus den insgesamt acht Vierergruppen qualifizieren sich dann die jeweils drei Besten jeder Gruppe für das Endturnier.

 

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