„kontrast“ Bayreuther Filmfest: „Das war knapp“

Szene aus „Herbst“: Foto: Filmfest „kontrast“

Sie wollen es auf jeden Fall wieder machen. Nicht so klein wie im vergangenen Jahr, sondern in gewohntem Umfang. Und so wird in den nächsten Tagen das 22. Bayreuther Kurzfilmfest „kontrast“ im Zentrum über die Bühne gehen. Neu in diesem Jahr ist, dass es bereits am Donnerstag mit den ersten Filmblocks im Europasaal losgeht.

Man wolle das Programm etwas entzerren, erklärt Michael Kolb, Vorstand vom Filmfest-Verein, damit stets genügend Zeit zum Durchlüften bleibe. Insofern wirkt Corona auch bei diesem Filmfest noch etwas nach, zumal es auch einen einzigen Film geben wird, der sich mit den Hotel-Erfahrungen von Obdachlosen während der Pandemie beschäftigen wird. Doch davon abgesehen wollen sich die Macher des Festivals vor allem auch schönen, heiteren und unterhaltenden Themen widmen. „Wir wollen kein Krisenfestival sein“, sagt Michael Kolb. Die Filmauswahl soll eine gute Mischung von allem sein.

750 Einsendungen aus insgesamt 60 Ländern hat das Kontrast-Team für das Filmfest 2022 erhalten. Die Filme kommen aus Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, dem Iran, Irland, Kanada, Mozambique, Norwegen, Österreich, Schweden, Spanien, Südkorea, Ungarn und den USA.

Das Sonderthema lautet in diesem Jahr: „Das war knapp!“ Es geht um Assoziationen, Gedanken und Kommentare zu den Augenblicken, in denen das Ruder im letzten Moment noch mal rumgerissen wurde.

Preise: Beim diesjährigen Filmfest erwarten die Zuschauer rund 60 Kurzfilme aus allen Genres und Themenbereichen. Die Filmemacher bewerben sich um den Sparkassen-Filmpreis (Publikumspreis), den TMT-Sonderpreis zum Sonderthema (Jurypreis) sowie den „Knax-Kinderfilmpreis“.

Rahmenprogramm: Das Foyer im Zentrum ist während des Festivals als Bistro und Bar zugänglich, lädt zum Austausch zwischen Filmemachern und Publikum ein und dient als Partylocation für die Filmparty am Samstag, bei der die Verleihung des Publikums- und Sonderpreises stattfindet. Die Preisverleihung findet ab circa 23.30 Uhr statt. Für Musik sorgen The Miracle Mikes, später geleiten DJ Frosch und DJ Matti die Gäste durch die Nacht.

Kinderfilmblock: Im Programm in Block 7 werden Filme gezeigt, die von Kindern für Kinder ausgewählt wurden. Per „Applausometer“ wählen die jungen Zuschauer am Ende des Kinderfilmblocks ihren Favoriten. Der Knax-Kinderfilmpreis ist mit 100 Euro dotiert.

Vinyl-Battle: Am Freitag ab circa 23.30 Uhr (unmittelbar nach dem Ende des vierten Programmblocks) gibt sich die Mischmaschine die Ehre und serviert ein Vinyl-Battle of the Zeitgeist. Die Formation der beiden Bayreuther DJs Frosch und Trashure Island hat ein neues Hör- und Seh-Programm am Start. Dafür tauchen die beiden DJs tief in ihre privaten Schallplatten-Archive ab und präsentieren Perlen der Jahrzehnte, Genres und Styles. Im Wechsel – als Battle. Im Vergleich – als Zeitdokument.

Filmblocks: Die Filmblocks starten von Donnerstag bis Samstag jeweils um 19.30 und 22 Uhr, der Kinderfilmblock am Sonntag um 13.30 Uhr und der Doku-Block um 16 Uhr. Zum Start am Donnerstag wird der 23-minütige  schwedische  Film „Alive“ gezeigt: Victoria ist behindert und sehnt sich nach Intimität. Ihre Assistentin Ida bietet ihr ihre Hilfe an, indem sie ein Tinder-Profil erstellt. Victoria bekommt ein Match, aber der Typ, mit dem sie sich trifft, ist sehr zwielichtig und Ida macht sich Sorgen, was passieren könnte, wenn sie sich treffen.


Weitere Informationen über die Blocks und die einzelnen Filme gibt es auf der Homepage www.filmfest-kontrast.de.

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