Konjunkturumfrage Bayreuther Wirtschaft atmet auf

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IHK-Gremiumsvorsitzender Jörg Lichtenegger sieht die Bayreuther Wirtschaft trotz einige Unsicherheiten wieder auf einem guten Weg. Foto: IHK

Die Unternehmen in und um Bayreuth kommen mehr und mehr aus dem Corona-Tal, auch wenn es weiter Probleme gibt. Das ergibt die regionale Auswertung der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken (Bayreuth).

Bayreuth -

Der Konjunkturklimaindex machte einen Sprung um 16 auf 121 Punkte. „Derzeit läuft es in vielen Betrieben wieder, viele können bereits wieder auf Vorkrisenniveau wirtschaften. Der Blick in die Zukunft ist und bleibt jedoch mit vielen Unsicherheiten behaftet“, sagt Jörg Lichtenegger, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Bayreuth.

Vor allem die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmern deutlich besser bewertet als zuletzt. 49 Prozent der Befragten sprechen vom einer guten Geschäftslage, weitere 40 Prozent stufen sie als befriedigend ein und nur noch elf Prozent schlecht. Die gute Geschäftslage fuße auf einem soliden Inlandsgeschäft und einer wachsenden Nachfrage aus dem Ausland, so Lichtenegger. Die Kapazitätsauslastung hat sich merklich verbessert. Drei Viertel der Befragten vermelden eine volle oder befriedigende Auslastung. In einigen Branchen wird bereits von Engpässen berichtet.

Verhalten optimistisch

Der Blick der Bayreuther Unternehmerinnen und Unternehmer in die Zukunft bleibt eher verhalten optimistisch. 27 Prozent der Befragten erwarten in der nächsten zwölf Monaten eine Verbesserung der eigenen Geschäftslage, 20 Prozent befürchten, dass sich ihre Situation verschlechtern wird. Die übrigen 53 Prozent rechnen nicht mit einer nennenswerten Veränderung.

Planungssicherheit fehlt

„Derzeit steht die Wirtschaft vor vielen Herausforderungen. Neben der Bewältigung der Corona-Folgen werden da vor allem Probleme in den Lieferketten, starke Preisanstiege bei Energie und Rohstoffen sowie fehlende Fachkräfte genannt. Von Planungssicherheit sind viele Unternehmen nach wie vor weit entfernt“, sagt Lichtenegger dazu.

Unter dem Strich ist aber die Hoffnung auf eine gute Geschäftsentwicklung weiterhin vorhanden. Im Saldo erwarten mehr befragte Firmen anziehende als sinkende Umsätze im In- und Ausland sowie eine weiter steigende Kapazitätsauslastung.

Firmen wollen investieren und einstellen

Die Investitionsplanungen sind ein starker Indikator für die Entwicklung der Wirtschaft. Hier gibt die Bayreuther Wirtschaft im Saldo ein Statement ab, das optimistisch stimmt. Über ein Drittel der Unternehmen plant, die Investitionen zu steigern oder das Niveau zu halten. Im Zuge dessen wollen im Saldo auch mehr Betriebe Personal aufbauen als abbauen. „Die Bayreuther Unternehmen wollen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Aus immer mehr Branchen erreicht uns aber die Klage, dass gut ausgebildete Fachkräfte am Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen und auch viele freie Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Fehlendes Personal wird so immer mehr zum Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung“, so Lichtenegger.

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