Im Zuge des Neustarts hat sich die Geschäftslage im Handwerk wieder etwas verbessert und der Geschäftsklimaindex ist auf 105 Punkte gestiegen, wie die Handwerkskammer für Oberfranken (HWK) in Bayreuth mit Blick auf ihren Konjunkturbericht zum zweiten Quartal mitteilt.

Die Mehrheit der Befragten konnten demnach eine mindestens befriedigende Geschäftslage vorweisen. Auch blicken die Handwerksunternehmen wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Während im ersten Quartal noch 60 Prozent der Inhaber von einer weiteren Verschlechterung der Geschäftslage ausgingen, hat sich dieser Anteil nunmehr auf ein Viertel reduziert.

Besonders bemerkenswert sei, dass trotz der Corona-Pandemie per Saldo gerade einmal nur etwas mehr als jeder 20. Betrieb im oberfränkischen Handwerk Entlassungen vornehmen musste, sagt HWK-Präsident Thomas Zimmer. Derart stabile Beschäftigungsverhältnisse unterstreichen ihm zufolge die Bedeutung des Handwerks als Stabilitätsanker der Wirtschaft. Zimmer: „Für mich ist das ein starkes Zeichen und betont die Systemrelevanz unserer Handwerksbetriebe. Während Großunternehmen zahlreiche Stellen streichen, hält das Handwerk an seinen Mitarbeitern fest.“

Für eine Entwarnung sei es dennoch zu früh, so der Präsident weiter. „Unsere Mitgliedsbetriebe melden weiterhin hohe Umsatzeinbußen und starke Auftragsrückgänge. Wenn wir hier keine Trendumkehr schaffen, laufen wir Gefahr, auch im Handwerk in eine tiefe Rezession zu rutschen.“