"Europa will mit diesen Maßnahmen seinen Herrn, nämlich Amerika, zufriedenstellen", sagte Ghalibaf der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge. Im Parlament trugen Abgeordnete aus Solidarität Uniformen der Revolutionsgarden. "Tod für Amerika" und "Tod für Israel" riefen einige Politiker mit erhobenen Fäusten, wie auf Videos iranischer Medien zu sehen ist.
EU setzt Revolutionsgarden wegen Repressionen auf Terrorliste
Die Europäische Union hatte am Donnerstag entschieden, die Revolutionsgarden wegen ihres blutigen Vorgehens gegen die jüngsten Massenproteste als Terrororganisation einzustufen. Die Entscheidung gilt als symbolischer Schritt, der wegen bereits bestehender Sanktionen wenig praktische Bedeutung haben dürfte. Über die Listung der Revolutionsgarden als Terrororganisation wurde in der EU jahrelang diskutiert.
Die Revolutionsgarden wurden einst auch gegründet, um einen etwaigen Staatsstreich in der Islamischen Republik zu verhinden. Die ihnen unterstellten Basidsch-Kräfte, eine paramiliärische Organisation, spielen bei der Unterdrückung von Protesten eine Schlüsselrolle. Bei den Demonstrationen gegen Irans autoritäre Herrschaft wurden Anfang Januar Tausende Menschen getötet.
Irans oberster Führer bezeichnete am Sonntag die jüngsten Massenproteste als "Putschversuch". "Ihr Ziel war die Zerstörung sensibler und wirkungsvoller Zentren der Staatsverwaltung", sagte Chamenei.