Einen hellen Weihnachtsbock hat Alexander Matthes gebraut. „Delirium“ heißt das Bier, das es in der Kommunbräu schon von Anfang an gibt. Seit 30 Jahren. In diesen Tagen steht Matthes regelmäßig in der Flaschenabfüllung „seiner“ kleinen Brauerei und befüllt die traditionellen Literflaschen mit dem süffigen Bier. „Uns bleibt ja wegen der geschlossenen Wirtschaft gerade nichts anderes übrig, als unser Bier hauptsächlich in Flaschen zu füllen“, sagt der Braumeister und freut sich auch aus diesem Grund schon ganz besonders auf den Heiligen Abend. Da macht die Kommunbräu für drei Stunden zwischen 9 und 12 Uhr zum „Heiligen Frühschoppen“ auf. Das Bier fließt wie gewohnt aus dem Tank, zum ersten Mal seit dem 1. Mai. Die Genossenschaft will ihre Freude über die nach dem langen „Bierkrieg“ zurückgewonnene Hoheit über ihr Wirtshaus mit Genossen und Gästen feiern. Kassiert wird nichts für die Getränke während dieses Frühschoppens. Wer der gerade nicht eben auf Rosen gebetteten kleinen Genossenschaftsbrauerei helfen will, kann das tun, indem er einen Obolus ins Spendenfass steckt. Aber das stehe nicht im Vordergrund. „Jetzt geht es erst einmal darum, zu feiern, dass wir wieder da sind und unseren neuen Wirt Kevin Seeser vorzustellen, den viele ja schon kennen.“ Im Gespräch mit unserer Redaktion spricht Matthes darüber, wie es nun bei der Kommunbräu weitergeht und was er von der Zukunft erwartet.
Kommunbräu Kulmbach „Wir bekommen Zuspruch von allen Seiten“
Melitta Burger 20.12.2024 - 18:00 Uhr