Kommunalwahl Bischofsgrün Michael Schreier kandidiert für SPD

BISCHOFSGRÜN. Volles Haus am Freitagabend im Landgasthof Waldlust: Die Bischofsgrüner SPD startet in den Kommunalwahlkampf und schickt Michael Schreier (38) einstimmig als Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. Für den Gemeinderat tritt eine bunt gemischte Liste an. Noch-Bürgermeister Stephan Unglaub zeigt sich zufrieden.

Alles einstimmig gewählt. Die Bischofsgrüner SPD steht hinter ihrem Bürgermeisterkandidaten Michael Schreier und ihrer Kandidatenliste für den Gemeinderat. "Überwältigt angesichts der großen Anzahl der Besucher" ist Vorsitzender Udo Herrmann, wie er in seiner Begrüßungsrede sagt. Denn das kleine Zimmer im Gasthaus Waldlust, das ist voll an diesem Abend. Genau 40 Personen sitzen zusammen, davon sind 16 von der SPD und stimmberechtigt.

Schon "vor einiger Zeit" hat die Bischofsgrüner SPD Planungen zur Wahl aufgenommen und sich nach Kandidaten umgesehen, sagt Vorsitzender Herrmann. Dabei seien sie auf eine große Bereitschaft gestoßen. Und auch Noch-Bürgermeister Stephan Unglaub zeigt sich zufrieden: "Stolz und glücklich" ist er über die Liste zur Gemeinderatswahl. Und versichert: "Wir werden euch nicht reinreden, denn das gehört sich nicht."

Unglaub legt Ämter nieder

Stephan Unglaub selbst wird bei der Kommunalwahl im März 2020 für kein Amt antreten. Trotzdem sichert er den Kandidaten zu, sie "mit Rat und Tat" zu unterstützen, soweit dies gewünscht werde. Ansonsten wolle er ihnen "nicht reinreden, denn das gehört sich nicht". Die 18-köpfige Gemeinderatsliste ist "absolut super besetzt", sagt er - aus allen Schichten und Altersgruppen seien die Kandidaten vertreten. Vier bisherige Gemeinderäte treten wieder an, elf Personen kandidieren zum ersten Mal für den Gemeinderat. Und sie sind sich alle einig: Sie fühlen sich verbunden mit ihrer Heimat, wollen Bischofsgrün "liebenswürdig" behalten, aber auch "den Ort voranbringen".

Schreier zeigt sich kämpferisch

Das will auch Michael Schreier, der Bürgermeisterkandidat der SPD. In seiner Rede zeigt sich der 38-Jährige kämpferisch: "Ich bin ehrlich, authentisch, ruhig, sachlich und diplomatisch - gute Voraussetzungen für einen Bürgermeister". Er trägt Anzugjacke und Jeans, hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Bereits im Mai dieses Jahres stellte ihn Noch-Bürgermeister Stephan Unglaub offiziell vor. Erfahrung in der Kommunalpolitik habe Schreier zwar noch keine, sagt er. Kein Manko in seinen Augen: Denn er ist es "gewohnt, Verantwortung zu übernehmen" und sich "über das Maß hinaus zu engagieren". Seit 2007 ist Schreier erster Vorsitzender der Bischofsgrüner Feuerwehr, er ist Wanderführer im Fichtelgebirgsverein und Mitglied bei der Bürgerinitiative Bischofsgrün.

Mitglied in der SPD ist Schreier nicht, Parteigrenzen seien ihm fremd, sagt er. Es sei wichtig, "gemeinsam besser zu werden". Es gibt viele Themen, die Schreier als Bürgermeister anpacken würde: Eine notwendige Infrastruktur für den Ochsenkopf schaffen, bezahlbarer Wohnraum, eine bessere Anbindung Bischofgrüns an den ÖPNV. Schreier möchte das Miteinander von Jung und Alt fördern und das Ehrenamt in Bischofsgrün. 

Trotzdem sei es für ihn anfangs keine leichte Entscheidung gewesen, sich als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen, sagt Schreier im Kurier-Gespräch. In Bayreuth arbeitet er im Amt für öffentliche Ordnung beim Brand und Katastrophenschutz, "ich mag meinen Job sehr gerne". Auch habe er sich ausgiebig über die Osterferien mit seiner Frau Annika besprochen. Nun sei er allerdings "voll überzeugt".

Und die Bischofsgrüner SPD-Mitglieder stehen hinter ihrem Kandidaten: 16 Stimmberechtigte wählten den 38-Jährigen einstimmig zu ihrem Kandidaten. 

Die Kandidaten

Für den Gemeinderat kandidieren auf der Liste der SPD:

Michael Schreier (einstimmig gewählt), Birgit-Maria Huber (GR-Mitglied, einstimmig gewählt), Jens Stenglein (GR-Mitglied, einstimmig gewählt), Andrea Jahreiß (GR-Mitglied, einstimmig gewählt), Udo Herrmann (GR-Mitglied, einstimmig gewählt), Elvira Schreyer (neu, einstimmig gewählt), Christopher Häfner (neu, einstimmig gewählt), Nina Häfner (neu, einstimmig gewählt), Matthias Jahreiß (neu, einstimmig gewählt), Tanja Kreuzer (neu, einstimmig gewählt), Jürgen Herrmann (einstimmig gewählt), Stefan Flessa (neu, einstimmig gewählt), Daniel Baum (neu, einstimmig gewählt), Niko van Loosen (neu, eine Enthaltung), Stephan Krug (neu, einstimmig gewählt), Jörg Pedall (neu, einstimmig gewählt), Johann Wolf (einstimmig gewählt), Bernd Zeitler (einstimmig gewählt).  

 

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