Früher verehrt und viel gelesen – und heute? Wie viele Werke von Jean Paul haben Sie gelesen? Das fragte auch Hans von Trotha die geladenen Gäste bei der Feier des Auftaktes des Jean-Paul-Jubiläumsjahres. Nun, natürlich, betretenes Schweigen. Doch keiner kann so Lust auf Jean Paul machen, wie der Publizist, Journalist und Kurator von Trotha. Er schwärmte von der „aufgeklärten Empfindsamkeit“ des Autors, den Gärten in seinen Werken und ja, der Grenzenlosigkeit seiner Sprache und seines Denkens. Jean Paul Friedrich Richter sei kein Epiker gewesen, sondern ein Aphoristiker. Und so dürfe keinesfalls mit der heutigen Art und Weise des Lesens an diesen Dichter herangegangen werden.