Ist das Kunst, oder kann das weg? Dieser Satz beschreibt eigentlich schon sehr viel des Problems, um das es gerade geht. Es geht um Kunst. Kunst am Bau. Um deren Bedeutung. Und um die Vergänglichkeit. Aber auch und gerade in Bayreuth: um den Umgang damit. In dieser Woche ist eine bemerkenswerte Ausstellung zu Ende gegangen, die sich mit Kunst am Bau beschäftigt, die – zum großen Teil zumindest – verschwunden ist, oder im Begriff ist, zu verschwinden. Die Kunsthistorikerin Beatrice Trost hat diese Ausstellung für das Kunstmuseum – und gefördert von der Oberfrankenstiftung – zusammengestellt, hat sie auf ein Kunstwerk von Caspar Walter Rauh zugespitzt, das im schlimmsten Fall im kommenden Jahr dem Abriss-Bagger zum Opfer fallen wird. Weil eben die Wand mit dem Mosaik mitsamt dem Treppenhaus in der einst modernsten Schule Bayerns – jetzt wird es wohl wieder eine der modernsten Gewerblichen Berufsschulen, die da neu gebaut wird – dem Neubau weichen muss.