Grund: Die Kanalbaumaßnahme geht nur schleppend voran. Bürgermeister Stephan Heckel formulierte es in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend so: Für uns ist heute wichtig, wo wir momentan stehen, denn die Arbeiten sollen ja nach dem Zeitplan bis Ende Juli fertig gestellt sein. Wir müssen mit unserem Auftragnehmer auf eine Basis kommen. Den vorgegebenen Zeitplan halte die Baufirma nicht ein.Diplomingenieur Erich Hahn vom Kulmbacher Büro IBP stellte fest, dass bislang rund sieben Kilometer Abwasserleitungen verlegt wurden. In allen drei Orten seien aber noch Restarbeiten zu bewältigen. Zu bauen seien derzeit noch 400 Meter Druckleitungen und rund 1000 Meter Freispiegelleitungen zwischen Spitzeichen und Heinersreuth. Während die Arbeiten an der Kreisstraße zwischen Kulmbach und Tennach zur vollsten Zufriedenheit erledigt wurden, habe man aber mit dem nicht erfolgten Bodenaustausch Schwierigkeiten. Nach dem Leistungsverzeichnis, so Hahn, sei dieser im Straßenbereich vorgeschrieben worden, doch die Firma hat darauf weitgehend verzichtet. Hahn verwies auf stundenlange Diskussionen, nahezu täglich stehe man mit der Baufirma in Verbindung: Es ist traurig, dass wir jetzt noch etwa ein halbes Jahr draufpacken müssen. Das ist auch eine Beeinträchtigung für die Bürger.Die Arbeit auf der Baustelle könnte noch sechs Wochen dauern. Was noch fehle, seien Bauwerke wie das Pumpwerk in Spitzeichen und die Regenrückhalteteiche.
Kanalbau sorgt für Ärger
Redaktion 01.07.2010 - 13:35 Uhr