Knapp vier Monate vor der Eröffnung ist genug zeitlicher Puffer vorhanden - Dritter milder Winter in Folge hilft Landesgartenschau: Voll im Plan

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Das Ziel heißt 22. April 2016. An dem Tag eröffnet die Landesgartenschau in Bayreuth. Mit einer Fläche von 45 Hektar die größte bayerische Landesgartenschau aller Zeiten. Die Planer sind optimistisch, dass an dem Tag nicht nur alles fertig ist, sondern dass für Notfälle ein zeitlicher Puffer vorhanden ist. Der dritte milde Winter in Folge hilft, dass die Arbeiten im Plan sind.

Dagmar Voß auf dem Landesgartenschau-Gelände. Sie und die Planer der Schau sagen: Die milden Winter haben geholfen, dass die Schau im Zeitplan ist. Foto: Eric Waha Foto: red

"Dank der guten Witterung sind wir mit den Vorbereitungen weiter gekommen als geplant", sagt Dagmar Voß, Geschäftsführerin der Landesgartenschau-Gesellschaft, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Projektleiter des Landschaftsarchitekturbüros Hahn Hertling von Hantelmann (Berlin), Alexander Bölk, konkretisiert am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung: "Wenn wir müssten, würden wir unter höchstem Druck alles, was noch zu machen ist, in vier bis sechs Wochen fertig bekommen." Es sind aber noch knapp vier Monate Zeit.

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Musik für die Augen

"Musik für die Augen" lautet das Motto der Landesgartenschau, für die nach Angaben des zweiten Geschäftsführers Ulrich Meyer zu Helligen 10,5 Millionen Euro für die Bauarbeiten und die Baunebenkosten investiert werden. Die Summe der reinen Baukosten beziffert Meyer zu Helligen auf 8,9 Millionen Euro. Bayreuth wolle beweisen, dass sie nicht nur wegen Richard Wagner einen Besuch wert sei, wird Voß zitiert. Sondern auch wegen der Welt der Markgräfin Wilhelmine, die im Zentrum der Gartenschau steht. Die so weit wie möglich barrierefrei und rollstuhlgerecht geplante Gartenschau ist wegen ihrer Lage auch ein Brückenschlag zwischen dem Hofgarten und der Eremitage.  

Letztes Kabinett seit kurz vor Weihnachten fertig

Wie Bölk sagt, ist kurz vor Weihnachten das letzte der fünf Landschafts-Kabinette, das Sportkabinett fertig geworden. Dieses Kabinett wird eine der vielen Attraktionen der Schau: Es bekommt eine 450 Quadratmeter große Netzlandschaft. Zum Toben, Hüpfen, Ball spielen, Ausruhen. In dieser Art bislang weltweit einzigartig, wie der Architekt Thomas Ferwagner aus Stuttgart sagt. "Die Netzherstellung läuft derzeit, im Kabinett selbst muss nur noch der Fallschutz eingebaut werden", sagt Bölk. An den anderen Kabinetten, die wie große Balkone in die Landschaft ragen, fehlen noch die Geländer. "Die Löcher sind gebohrt, die Geländer werden gerade in einem Metallbauunternehmen geschweißt." Im Januar, sagt Bölk, werden die restlichen Bänke im Gelände aufgestellt, wird die Beschilderung angebracht.

Nachpflanzen und sauber machen, sauber machen, sauber machen

Bei verschiedenen Ausstellungsbeiträgen müssten noch Restarbeiten gemacht werden. Das gilt etwa beim Spielplatz Schöne Aussicht, "wo einige Spielgeräte und Teile der Endausstattung bewusst erst im März kommen, damit sie nicht geklaut oder kaputtgemacht werden", sagt Bölk. "Was dann folgt, hört sich banal an, nimmt aber sehr viel Zeit in Anspruch: Sauber machen, sauber machen, sauber machen", sagt Bölk. "Während der Bauarbeiten wird viel weggeworfen und sammelt sich auf dem Gelände an, das muss alles aufgesammelt werden." Wegen des trockenen Sommers musste bereits an einigen Stellen auf dem Gelände nachgesät und nachgepflanzt werden, damit keine braunen Pflanzen oder vertrocknete Flächen präsentiert werden. "Auch wenn sich vier Wochen vor der Eröffnung noch einmal eine wahnsinnige Energie freisetzen und Hektik aufkommen wird: grundsätzlich sind wir gut im Plan", sagt Bölk.