Ziel ist ein gemeinsames Lungenzentrum
Im Klinikum der Sozialstiftung Bamberg werden Dr. Steppert und sein Team mit der Klinik für Thoraxchirurgie (Chefarzt Dr. Bernd Linsmeier) und der Klinik für Pneumologie, thorakale Onkologie, Intensivmedizin, Allergologie und Schlafmedizin (Chefarzt Dr. Rumo David Leistner) zusammenarbeiten. Dr. Steppert und Dr. Linsmeier sind Bayreuther Weggefährten und haben vor Jahren bereits gemeinsam Konzepte für die Weiterentwicklung der Lungenmedizin und insbesondere für die Verbesserung der Behandlung von Lungenkrebs entwickelt, die jetzt neue Aussicht auf Umsetzung haben. Erstes Ziel der Kooperation zwischen Bayreuth und Bamberg ist es, im Jahr 2025 gemeinsam die konservative und operative Behandlung von Patienten mit Lungenkrebs auf höchstem Niveau sicher zu stellen. Wenn das erreicht ist, werden die Vorbereitung für eine Zertifizierung als standortübergreifendes Lungenkrebszentrum beginnen, die für 2026 angestrebt wird. Die Zertifizierung ist ein Gütesiegel für die Qualität der Patienten mit Lungenkrebs und stärkt das das Onkologische Zentrum der Klinikum Bayreuth GmbH.
Die Kooperation in der Lungenmedizin ist eine Blaupause für weitere mögliche Kooperationen zwischen den beiden Maximalversorgern. Dies entspricht der Idee der Krankenhausstrukturreform, mit klugen strategischen Vernetzungen flächendeckend die Versorgung in Oberfranken sicher zu stellen. „Wir werden mit weiteren Kooperationen die Ideen der Krankenhausstrukturreform umsetzen. Wir freuen uns schon auf weitere Gespräche mit künftigen Kooperationspartnern im stationären, aber auch ambulanten Bereich“, sagt Geschäftsführer Pawlik. So bietet beispielsweise der Dienstantritt des neu berufenen Direktors der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie Prof. Dr. Christian Heim die Möglichkeit, Kooperationen in der Herzmedizin neu zu denken.
„Gesundheitsversorgung im Flächenstaat ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Ebersberger. „Mit der Kooperation der beiden Krankenhäuser der höchsten Versorgungsstufe in Oberfranken werden ab 2025 die Anforderungen des Gesetzgebers, besonders auch zu den Mindestmengen, nachhaltig erfüllt.“ Dies werde die Zusammenarbeit mit einem Maximalversorger in kommunaler Trägerschaft intensivieren. „Und es zeigt die Stärke von kommunalen Trägern und wird uns wirtschaftlich voranbringen.“, erklärt Wiedemann. Andreas Starke (SPD), Bambergs Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Sozialstiftung setzt auf weitere Zusammenarbeit: „Die Kooperation ist ein erster Schritt, den wir frühzeitig gemeinsam gehen“, wird er in der Pressemitteilung zitiert.
Übrigens: Der Rohbau des neuen Zentrums für Magnetresonanztherapie am Klinikum Bayreuth ist fertiggestellt. Im ersten Quartal 2025 wird es fertiggestellt sein und in Betrieb gehen. Es soll sowohl für stationäre wie auch für ambulant behandelte Patienten einen deutlichen Fortschritt bringen.