Eigentlich hat Tobias Kunz, der Bürgermeister der schwäbischen Gemeinde Nordendorf, im Umweltausschuss des Landtags eine frohe Botschaft zu verkünden. In diesem Jahr soll das Planfeststellungsverfahren für den örtlichen Hochwasserschutz beginnen, 2029 soll das Zwei-Millionen-Euro-Projekt fertig sein. Die Sache hat nur zwei Haken. Beantragt wurde die Maßnahme bereits 2014 und vergangenes Jahr wurde Nordendorf beim verheerenden Juni-Hochwasser komplett überflutet. „Die Verfahren sind einfach viel zu kompliziert und dauern viel zu lang“, klagte Kunz.