Klimaschutztag Pegnitz Stadt nutzt zu 100 Prozent Öko-Strom

PEGNITZ. Eine schier unübersehbare Vielfalt von Veranstaltungen – Mitmachaktionen, Vorträge und Vorführungen – wurde beim ersten Klimaschutztag am Sonntag in der Stadt mit integrierter Energie- und Umweltmesse geboten. Trotz reichlich unwirtlichen Niesel-Dauerregens fand dazu doch eine Reihe Interessierter den Weg ins Bürgerzentrum.

Die Palette der Angebote reichte von „Schulter den Co²-Rucksack“ über Tipps „Wie mache ich mein Fahrrad winterfest“ bis hin zu Entertainment-Highlights von Bauchtanz mit Rosemarie Ballwieser bis zu einem Poetry Slam-Workshop mit Michael Jakob. Bürgermeister Uwe Raab nutzte seine Eröffnungsansprache, um auf die Anstrengungen der Kommune in Sachen Umweltschutz hinzuweisen. So decke die Stadt mittlerweile 100 Prozent ihres Energiebedarfs aus Ökostrom. Er glaubt, dass die ersten öffentlichen Elektro-Zapfsäulen bereits in „naher Zukunft“ installiert werden können. Zum Fuhrpark der Kommune gehöre auch ein Elektro-Mobil. Dieses werde vom Bauhofleiter auf täglich rund 150 Kilometern eingesetzt.

Vor dem Klima schützen?

Nach und nach würden bei den Straßenlampen die „größten Stromfresser“ durch LED ausgetauscht. Durch die neun Windräder im Stadtgebiet und einige Biogasanlagen werde „100 Prozent des bilanziellen Energiebedarfs“ tatsächlich vor Ort erzeugt. Raab fragte provokant: „Müssen wir uns vor dem Klima schützen?“ Dann ging er auf aktuelle Phänomene wie Smog, Feinstaubbelastung und Diesel-Affäre ein. Raab. „Der eigentliche Skandal dabei ist der skandalöse Umgang damit.“

Manche fahren Elektroautos

Zu seinen Zuhörern im Foyer des Bürgerzentrums gehörte auch der Pegnitzer Bernd Brinkmann aus dem Umweltbüro der evangelischen Landeskirche. Rückblickend freute dieser sich, dass durch die nun schon ein paar Jahre zurück liegende Gemeindehaussanierung 70 Prozent der verbrauchten Energie eingespart werden konnten. Einzelne Pfarrer, wie zum Beispiel Christoph Weißmann aus Plech, fahren bereits ein Elektroauto. Leider könne sich die Leitung der Landeskirche aber bis zum heutigen Tag nicht dazu durchringen, auch die Kirchendächer mit Photovoltaikanlagen auszustatten.

Konzept schon aufgestellt

Bei Kindergartendächern sei das in vielen Fällen schon längst passiert. Nur eben nicht in Pegnitz. Nur eben nicht im Pegnitzer Wiesweiher-Kindergarten, wo das „verschachtelte Dach“ solche Investitionen in Photovoltaik vereitelt habe. Dennoch freute sich Brinkmann: „Wir haben schon ein Klimaschutzkonzept aufgestellt.“

 

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