Also gibt es von dem unkomplizierten Küchen-Star auch keine Chancen-Einschätzung zur Stadtbrasserie Friedrich. Allerdings so viel: Einen grundlegenden Fehler, den die Küchenchefs bei anderen Einsätzen regelmäßig aufdecken, haben die Betreiber Manuela und Martin Leipold nicht gemacht. „Die meisten machen den Fehler, in die Gastronomie zu gehen, obwohl das nicht ihr Ding ist. Sie haben irgendwann mal in jungen Jahren in der Kneipe gejobbt, verklären die Erinnerung daran und glauben, weil sie zu Hause die Familie gut versorgt bekommen, können sie auch eine Gaststätte betreiben. Sie haben einen Plan A, aber, falls der schiefgeht, keinen Plan B, C oder D.“ So einfach ist das laut Zacherl meistens. Ein anderer Schuh passt für die Stadtbrasserie da schon eher. „Das Speisenangebot ist bei vielen Betrieben viel zu groß.“ Wichtiger ist es, so der einst jüngste Sternekoch Deutschlands, einige wenige Gerichte auch bei Hochbetrieb in Top-Qualität und zur Zufriedenheit der Gäste auf die Tische zu bringen. „Wenn du nur zehn Prozent unzufriedene Gäste hast, weil sie etwa zu lange auf das Essen gewartet haben oder irgendetwas nicht gepasst hat, kannst du deinen Laden zuschließen.“