Klares Ziel Playoffs Youngster Meier bleibt ein Tiger

Tobias Meier bejubelte in der zurückliegenden Spielzeit acht Treffer für Bayreuth. In der kommenden DEL2-Saison will er diesen Wert deutlich steigern. Foto: Imago Images/Peter Kolb/Fotograf Peter Kolb via www.imago-images.de

Youngster Tobias Meier verlängert seinen Vertrag bei den Bayreuth Tigers um eine Spielzeit – sein Ziel: Er will in die DEL2-Playoffs.

In dem oftmals so grauen Einerlei der zurückliegenden DEL2-Saison der Bayreuth Tigers war er einer der Farbtupfer. Kampfstark, quirlig, für den Gegner unangenehm – Tobias Meier hat das gehalten, was man sich vor gut einem Jahr nach seinem Wechsel vom Oberligisten Starbulls Rosenheim von ihm versprochen hatte. Dass er als noch entwicklungsfähiger Youngster dem kleinen Eishockey-Standort die Treue hält, ist auf den ersten Blick nicht selbstverständlich. Für ihn aber schon. „Ich bin hier noch nicht fertig, ich möchte mit den Tigers in die Playoffs“, sagt der 22-jährige Außenstürmer selbstbewusst.

Ein Wechsel sei für ihn „überhaupt kein Thema“ gewesen. „Zumal man offensichtlich ganz zufrieden mit mir war.“ Da will Matthias Wendel nicht widersprechen. „Er hat sich sehr schnell zurechtgefunden in der DEL2. Neben seinen kämpferischen Fähigkeiten und seiner Schnelligkeit ist er ein Akteur, der taktische Vorgaben gut umsetzt. Zudem ist er mit 22 Jahren bei Weitem noch nicht am Ende seiner persönlichen Entwicklung“, erklärt der Tigers-Geschäftsführer. Dessen frühes Vertragsangebot war für Meier ein wichtiges Signal der Wertschätzung und mindestens so viel wert wie all die warmen Worte zusammen. Hinzu kommt, dass er sich auch abseits der Eisfläche wohlfühlt. Das Café Heimathafen ist sein Lieblingsplatz, die Innenstadt „ein Traum, unglaublich schön und von der Größe her optimal – wesentlich größer als Peißenberg, aber eben viel beschaulicher als München“. Auch das von vielen Spielern so geschätzte familiäre Ambiente des Klubs war für ihn ein Argument, zu bleiben. „Hier kennst du schon nach wenigen Tagen alle im Verein. In Rosenheim kannte ich zwar den Namen des Vorstands, gesehen habe ich ihn vielleicht einmal im Jahr.“

So ausbaufähig die zurückliegende Saison war, so zuversichtlich ist Tobias Meier, dass das Abonnement auf einen Platz im Tabellenkeller nun ausgelaufen ist. Die Verpflichtung von Co-Trainer Marc Vorderbrüggen erachtet er als „eminent wichtig“. Der Kader, so sagt er, habe noch einmal an Qualität gewonnen. „Mit all den Neuzugängen und den Jungs, die jetzt schon unterschrie

ben haben, muss das Ziel einfach Playoffs sein.“ Er selbst will einen noch größeren Beitrag dazu leisten als zuletzt. Acht Tore und 16 Vorlagen in 59 Spielen sind für einen jungen, gerade aus der Oberliga gekommenen Spieler sehr passabel. „Ich erhoffe mir aber schon noch eine Steigerung.“ Das sagt nicht nur Matthias Wendel. Sondern auch Tobias Meier selbst.

Der aktuelle Tigers-Kader

Trainer: Robin Farkas: Co-Trainer: Marc Vorderbrüggen (Ravensburg Towerstars); Tor: Olafr Schmidt (EV Landshut), Lukas Steinhauer; Nico Zimmermann; Abwehr: Niklas Gabriel, Lubor Pokovic, Lukas Slavetinsky (Selber Wölfe), Jakub Kania (Lausitzer Füchse), Patrick Kurz (EHC Freiburg), Petteri Nikkilä (KooKoo), Dennis Dietmann (Augsburger EV, DNL), Garret Pruden; Angriff: Christian Kretschmann, Sami Blomqvist (ESV Kaufbeuren), Ville Järveläinen, Jan-Luca Schumacher, Dani Bindels, Mike Mieszkowski (Hannover Indians), Philippe Cornet (HPK), Frederik Cabana, Paul Fabian (Augsburger EV, DNL), Tobias Meier.

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