Kirchenthumbach Übergangslösung für Kinderhaus St. Elisabeth

Das Kinderhaus St. Elisabeth platzt aus allen Nähten. Jetzt gibt es eine Übergangslösung. Foto: Ralf Münch

Das Kinderhaus St. Elisabeth platzt aus allen Nähten. Jetzt beschloss der Marktgemeinderat eine Übergangslösung und will eine Containeranlage kaufen.

Kirchenthumbach - Das Kinderhaus St. Elisabeth platzt aus allen Nähten. Das ist nichts Neues und wurde immer wieder im Marktgemeinderat behandelt. So auch am Mittwochabend. Erst nichtöffentlich – und das solange, dass die Besucher des öffentlichen Teils fast eine Viertelstunde vor den verschlossenen Türen des Pfarrheims warten mussten. Dafür ging es dann im öffentlichen Teil etwas schneller und ein Grundsatzbeschluss wurde gefasst.

Langfristig muss ein Neubau her

„Wir brauchen ab September eine Lösung“, brachte es zweiter Bürgermeister Ewald Plößner (CWG) auf den Punkt. Momentan sind die vier Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen voll besetzt, es braucht jeweils eine weitere Gruppe, so die kurzfristige Lösung. Langfristig müsse ein Neubau her, aber hier gebe es noch zu viele Unklarheiten.

Die Interimslösung sieht nun eine Containerinsel im unteren Gartenbereich des bestehenden Kinderhauses vor. Außerdem die Pacht einer Teilfläche zur Herstellung von Parkmöglichkeiten. Hier wäre die Zufahrt von der Pfarrstraße aus möglich. In der Sitzung ging es nun darum, ob die Container gemietet oder gekauft werden.

Zwei Gruppenräume

Hierfür hatte Plößner Kosten ermittelt. So würden bei einer Nutzungsdauer von vier Jahren – solange wird damit gerechnet, bis es an den Neubau geht – für die Miete insgesamt rund 678.000 Euro, für den Kauf 850.000 Euro anfallen. Die Containerlösung würde neben zwei Gruppenräumen einen Schlaf- und Nebenräume sowie zwei Bäder – eines mit Wickelmöglichkeit – einen Personalraum sowie ein Lager vorsehen.

Konzept entwickelt

Alle Beteiligten – Bistum Bamberg, Kirchenverwaltung, Kinderhaus, Landratsamt Neustadt/ Waldnaab, Regierung der Oberpfalz und natürlich die Marktgemeinde – hätten schon ihre Zustimmung zur Maßnahme gegeben, lediglich die Förderungen müssten noch abgeklärt werden. „Problem ist aber, dass wir es zeitlich nicht garantieren können, dass die Container bis September stehen“, so Plößner weiter.

Das bestätigte auch Architekt Harald Bauer aus Thurndorf. Er rechnet eher mit November. „Wir haben ein Konzept für eine Interimslösung entwickelt“, so Bauer. Aber es gebe noch viele Unbekannte, wie die Lieferzeit der Container und die Ausschreibungen. „Kinder sind unsere Zukunft“, appelierte Plößner schließlich an seine Kollegen.

Kauf oder Miete?

Für einen Kauf der Container sprach sich Jan Wiltsch (SPD) aus. „Die Kosten für Miete und Kauf sind am Ende fast gleich.“ Ursprünglich von einer Miete der Container war Winfried Sporrer (CSU) ausgegangen. „Wir verbauen uns bei einem Kauf die Flexibilität, falls wir nach drei, vier Jahren noch mal einen Container bräuchten“, sagte er.

„Wenn wir nach drei Jahren feststellen, dass wir noch mal erweitern müssen, sollten wir konkret über den Neubau nachdenken“, entgegnete Plößner.

Zeitpuffer gegeben

Auch die Gemeinderäte Jürgen Adelhardt (WGS) und Richard Götz (CWG) sprachen sich für den Kauf der Container aus. So wäre ein Zeitpuffer gegeben.

Sorgen machte sich Christine Smith (SPD), was ist, wenn die Container nicht bis September stehen. „Der Bedarf ist aber zu der Zeit schon da.“ Das sei noch nicht geklärt worden, reagierte Bürgermeister Jürgen Kürzinger (SPD).

Kreditaufnahme geplant

Auf die Frage von Sporrer, ob ein Kauf oder die Miete für den Haushalt günstiger wäre, entgegnete Hauptamtsleiter Matthias Kroher, dass ein Kauf machbar wäre, da im Vermögenshaushalt sowieso schon eine Kreditaufnahme eingeplant sei. „Aber auch die Miete wäre zu stemmen, es sind beide Varianten möglich“, so Kroher.

Bei der Abstimmung sprach sich der Marktgemeinderat dann einstimmig für einen Kauf der Containeranlage aus. Das Thema „Trägerschaft“ soll in der nächsten Sitzung behandelt werden.

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