Kindergarten wird autark Bauplan erhält grünes Licht

Der Kindergarten erhält keinen Anschluss an das Nahwärmenetz, hat der Gemeinderat beschlossen. Stattdessen wird in Plech eine autarke Wärmeversorgung gebaut. Foto: Archiv/Klaus Trenz

PLECH. Die Erschließung des Baugebiets Kreuzsteinstraße in Plech soll in diesem Monat beginnen und voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Marktgemeinderat hatte in seiner Sitzung am Freitag in dieser Hinsicht noch einige Punkte zu beschließen.

Für den Erdhaushub sind gesetzlich vorgeschriebene Beprobungen und Analysen vorgeschrieben. Den Auftrag dafür bekam ein Ingenieurbüro aus Gunzenhausen, das mit knapp über 20 000 Euro das günstigste Angebot abgab. Beprobt werden damit fünf Erdhaufen – sogenannte Haufwerke. „Das Drumherum um ein Baugebiet kommt teurer als alles andere“, sagte Bürgermeister Karlheinz Escher.

Kein Puffer für Kostenmehrungen

Einer der Erdhaufen soll vorerst liegen bleiben, damit Bauherren eventuelles Auffüllmaterial an Ort und Stelle zur Verfügung haben. Rund 8700 Euro kosten vier Straßenleuchten. Der Marktgemeinderat war mit einem Angebot des Energieversorgers Bayernwerk einverstanden. „Knapp kalkuliert“, so Escher, sei der Kaufpreis für einen Quadratmeter im neuen Baugebiet. Im Preis von 135 Euro je Quadratmeter sei auch kein Puffer für eventuelle Kostenmehrungen enthalten, die unter Umständen noch nicht abzusehen sind. Die Kosten enthalten den Erschließungsanteil, die Herstellungsbeiträge kommen für die Bauherren noch hinzu.

Eine Änderung hat sich für die Planungen zum Nahwärmenetz zwischen Schule und Rathaus ergeben. Der Kindergarten und somit auch die Badstraße werden damit nicht an das Netz angeschlossen. Bei einer Begehung der künftigen Leitungstrasse mit Planer Roland Goetz sei man zu diesem Ergebnis gekommen, so Escher. Einerseits gebe es in der Badstraße zu wenig Interessenten für einen Anschluss an das Nahwärmenetz, andererseits sei der Wärmeverlust für diesen Teil der Trasse zu hoch.

Damit würden auch die Förderungsvoraussetzungen schlechter werden, da ein Anschluss des Kindergartens die Wirtschaftlichkeit des Nahwärmenetzes nachteilig beeinflusse. In einer der nächsten Sitzungen des Marktgemeinderats soll laut Escher eine detaillierte Planung vorgestellt werden.

Weitere Pläne

Für den Kindergarten habe Planer Goetz eine autarke Wärmeversorgung vorgeschlagen. Er bekam vom Marktgemeinderat auch den Zuschlag für Beratungsleistungen (3360 Euro) im Rahmen der Erweiterung der Kindertagesstätte hinsichtlich der Gewerke Heizung, Lüftung und Sanitär. Zusätzlich hat man auch die Elektroplanung vergeben, obwohl es dafür noch keine Kostenschätzung gibt. Allerdings hat man nun einer Firma den Zuschlag gegeben, die dann 94 Prozent der geschätzten Planungskosten abrechnen wird.

Für den Bauplan der Kindergartenerweiterung gab es vom Gemeinderat einstimmig grünes Licht.

 

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