Dass Kempff am Ende des Zweiten Weltkriegs im Markt Thurnau strandete, lag an den familiären Beziehungen seiner Ehefrau. Denn Kempff war von 1926 an mit der Baronin Helen Hiller von Gaertringen verheiratet. Die Hochzeit mit seiner Klavierschülerin fand im Berliner Dom statt. Nach dem Kempff von 1924 bis 1929 die Stuttgarter Musikhochschule leitete, entschied er sich, als freier Pianist und Komponist tätig zu sein. Kempff emigrierte während der nationalsozialistischen Herrschaft nicht wie andere Künstler. 1932 wurde er in die Akademie der Künste berufen.