Kekse aus dem 3D-Drucker - Neuheiten von der Backmesse

Eine Krake aus Kartoffelbrei, eine Blume aus Leberwurst oder ein Boot aus Marzipan: Mit einem 3D-Drucker kommen altbewährte Lebensmittel bald in neuer Form auf den Teller.

Auf der weltgrößten Backmesse iba, die am Samstag in München beginnt, können sich die Besucher davon überzeugen, dass die gedruckten Lebensmittel keine Zukunftsvision mehr sind: Das Startup-Unternehmen Print2Taste aus Freising bei München stellt seine Lebensmitteldrucker der Öffentlichkeit vor und will sie 2016 auf den Markt bringen.

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"Die Drucker funktionieren ähnlich wie der Spritzbeutel eines Konditors - nur viel feiner", erklärt Melanie Senger das Prinzip. Die 31-jährige Ernährungswissenschaftlerin gehört zum zehnköpfigen Team des jungen Unternehmens Print2Taste.

3D-Drucker für Lebensmittel sind nicht nur für Bäckereien und ambitionierte Hobby-Konditoren gedacht. Auch Altenheime könnten appetitlosen Senioren das Essen damit schmackhafter machen. Forscher arbeiten bereits an der Entwicklung ganzer Speisen aus dem 3D-Drucker.

Denn viele Senioren haben Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken und nehmen ihr Essen in pürierter Form zu sich. Mit Hilfe eines 3D-Druckers könnte dieser Brei nicht nur optisch ansprechend serviert, sondern auch gleich mit Vitaminen und Eiweißen angereichert werden.

Ernährungsforscher gehen davon aus, dass "gedrucktes Essen" bereits in wenigen Jahren zur Normalität gehören wird. Die Funktionsweise ist einfach: Der Teig oder Brei wird in einer Patrone in den Drucker gegeben und dann aus einer Spritzdüse langsam dosiert und geschichtet - so entstehen im Gegensatz zum flach ausgerollten Teig zum Beispiel auch Kekse in Form einer Schildkröte mit einem gewölbten Panzer. Der Teig muss dann nur noch gebacken werden.

dpa