Katrina and the Waves und Earth, Wind & Fire rocken Bayreuth Weißbierfest: Das wird eine heiße Nacht

Von Frank Schmälzle und Peter Kolb (Fotos)
Schon in der Nacht zum Samstag war gut was los: Heute Abend wird es wohl noch heißer. Foto: Peter Kolb Foto: red

Das wird die heißeste Nacht des Weißbierfestes 2015: Auf dem Gelände der Brauerei Maisel an der Hindenburgstraße werden heute Abend tausende Besucher zu den Riffs von Katrina and the Waves und dem Groove von Earth, Wind & Fire tanzen. Es ist alles bestens bereitet. Und der Eintritt ist frei.

 
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Der Soundcheck: Kurz nach 17 Uhr im Backstage-Bereich. "Hi, I' Katrina. How are you?" Katrina trägt eine große schwarze Sonnenbrille, schüttelt Hände, die blonden Haare sind noch ein wenig verstrubbelt. Sie ist entspannt, die Band ist schon da. Soundcheck. Was Katrina aus ihrer Gitarre raushaut, klingt richtig gut. 40 Minuten Feinabstimmung, damit sie am Abend perfekt klingt. Und sie wird perfekt klingen. Insiderwissen zum Angeben für heute Abend: Katrina hat 1997 den Grand Prix gewonnen. Ihr Song damals hieß "Love Shine A Light".

Die Klang-Künstler: Martin Schulz (r.) und Markus Kopschitz stehen am Mischpult. Zum Weißbierfest ist Schulz endlich mal wieder in seine Heimatstadt gekommen. Viel Zeit zum Reden haben die beiden nicht, jetzt ist Katrina wichtiger.

Der Mann für die Ausstattung: Man nennt ihn  Matjes. Er ist für die Backline zuständig. Also für alles, was die Musiker brauchen. Verstärker, Schlagzeug, eben alles. Nur die Instrumente, die bringen sie selbst mit. Matjes hat die Ruhe weg. "Alles okay", sagt der Münchner. Und wenn nicht? Das kam auch schon vor, damals bei Kim Wilde. Da ging das Keyboard drei Stunden vor dem Auftritt kaputt. Männer wie Matjes bringt das nicht aus der Balance. Er hat ja ein Netzwerk. Schnelle Anfrage bei Kollegen. Eine eilige Fahrt nach Erfurt und zurück. Das neue Keyboard kam zur rechten Zeit.

Die Frau für alles: Katharina Grethlein hat Schicht im Festbüro. Bei ihr laufen die Drähte zusammen. Alle Helfer melden sich bei ihr an und ab. Bekommen Funkgeräte und was sie sonst für ihren Dienst brauchen. Bei ihr ist das Fundbüro und sie sorgt dafür, dass sich Besucher wiederfinden, wenn sie sich im Gewimmel verloren haben. Sie ist die Frau in der Schaltzentrale des Weißbierfestes.

Der Musiker und Mitarbeiter: Für Ferdinand Oberst ist es ein Heimspiel im doppelten Sinn. Tagsüber sitzt er in der Verwaltung, nimmt Aufträge entgegen. Abends ist er der Gitarrist der Band Bursting Pipes. Dass er hier beim Fest seiner Brauerei spielen darf, "das ist schon eine geile Sache. Macht richtig Spaß, die vielen Kollegen und Freunde zu treffen."

Die Startnummer-Helfer: Wenn heute Nacht irgendwann nach 2 Uhr die letzten Besucher nach Hause gehen, ist auf dem Festgelände immer noch Hochbetrieb. Dann werden Schankwagen zur Seite gerückt, wird der gesamte Backstage-Bereich abgebaut, wird alles für den Fun Run vorbereitet. Denn keine acht Stunden später werden knapp 3000 Läufer auf die Strecke gehen. Damit das reibungslos klappt, waren Sieglinde Dörfler, Franz Behmer, Petra Hofmann und Julia Körber (von links) mit Kollegen schon mal fleißig. 2500 Läufer haben ihre Startnummern bereits von ihnen bekommen.

Stimmen zum Weißbierfest:

Oliver Tost, Sprecher der Brauerei Gebrüder Maisel: "Wir machen dieses Fest nicht, um mehr Bier zu verkaufen oder jedes Jahr einen Besucherrekord aufzustellen. Wir machen es für die Region. Unser Einzugsbereich geht bis tief in die Oberpfalz, bis nach Hof, Bamberg und Nürnberg. Und bei besonderen Bands kommen die Leute aus ganz Deutschland. Das war zum Beispiel vor zwei Jahren bei Mike & the Mechanics so."

Michael Angerer, Geschäftsführer der Künstler-Agentur Nord-Süd-Programm und Moderator: "Das Besondere am Weißbierfest ist der Zusammenhalt. Wir entwickeln das Fest auch im 28. Jahr weiter. Weil es immer neue Herausforderungen gibt. Diesmal zum Beispiel die Tatsache, dass Earth, Wind & Fire mit zwölf Musikern auf der Bühne stehen."

Die Geschichte des Weißbierfestes:

Das erste Weißbierfest fand 1987 statt. Damals noch gar nicht explizit als Weißbierfest. Sondern als Geburtstagsparty in dem Jahr, als die Brauerei Gebrüder Maisel 100 Jahre alt wurde. Gefeiert wurde mit Blasmusik, Weißwürsten und Bier. Weil das Fest eine für die Brauerei überraschend große Resonanz fand und weil Weizenbier damals gerade vom Nischenprodukt zum Verkaufsschlager avancierte, gab es auch im Jahr danach ein Fest. Inzwischen sind es 28 geworden.

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