Deutsche Helfer hoffen auf Überlebende in Trümmern
Vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen machten sich auch erste deutsche Rettungskräfte auf den Weg ins Katastrophengebiet. Insgesamt vier Transportmaschinen der Luftwaffe starteten Richtung Venezuela, wie die Bundeswehr auf Anfrage bestätigte. An Bord waren neben Soldaten zahlreiche Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW). Die Einsatzkräfte haben neben tonnenweise Material und Technik auch Suchhunde, Mikrofone und Kameras dabei, um Verschüttete zu lokalisieren.
Ziel war zunächst die vor der venezolanischen Karibikküste gelegenen Insel Curaçao. Welcher Flugplatz von da aus in Venezuela angeflogen werden könnte, war zunächst nicht bekannt. Der internationale Flughafen Simón Bolívar im schwer getroffenen Bundesstaat La Guaira war wegen Schäden geschlossen worden.
Der THW-Teamleiter des deutschen Einsatzes, Peter Benz, rechnete damit, vor Ort mit viel Zerstörung und Leid konfrontiert zu werden, äußerte aber auch Hoffnung, dass auch noch viele Stunden nach dem Einsturz von Hochhäusern Verschüttete gerettet werden könnten, da viele der eingestürzten Hochhäuser aus Beton Hohlräume bildeten. "Und in den Hohlräumen haben Menschen Chancen zu überleben", sagte der Einsatzleiter.