Karrieresprung Gote wird Gesundheitssenatorin

Von Bayreuth über Kassel nach Berlin: Die frühere Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote ist neue Gesundheitssenatorin in der Bundeshauptstadt. Foto: dpa/Christoph Soeder

20 Jahre war sie in Bayreuth Landtagsabgeordnete der Grünen, nun beginnt eine neue Karriere für Ulrike Gote: Als Gesundheitssenatorin in Berlin.

Berlin/Bayreuth - Die langjährige Bayreuther Grünen-Landtagsabgeordnete Ulrike Gote wird neue Senatorin für Wissenschaft und Gesundheit in der Berliner Landesregierung. Diesen und die anderen Personalvorschläge für die künftige rot-rot-grüne Landesregierung gab die Grüne Landesspitze am Montag in Berlin bekannt.

Der Landesparteitag der Grünen, der am Sonntag auch über den Koalitionsvertrag abstimmt, muss die Personalvorschläge noch billigen. Die 56-jährige gebürtige Triererin hatte in Bayreuth Geoökologie studiert. Von 1998 bis 2018 war sie für die Grünen im Bayerischen Landtag, zuletzt als Vizepräsidentin.

Ihre Kandidatur zum Europaparlament 2019 scheiterte an ihrer eigenen Partei. Das Mandat geht nun praktisch zeitgleich an einen anderen früheren Bayreuther Grünen-Kandidaten: Den damaligen Studenten Malte Gallée. Gote war von August 2019 an Gesundheitsdezernentin in Kassel und dort zuständig für das Gesundheitsamt der Region Kassel.

Die Grünen erhalten nach den Koalitionsvereinbarungen mit SPD und Linker drei Ressorts, genau wie die Linke. Die Sozialdemokraten, die bei der Abgeordnetenhauswahl Ende September mit 21,4 Prozent stärkste Partei vor Grünen, CDU und Linken geworden waren, bekommen vier.

SPD, Grüne und Linke regieren seit 2016 gemeinsam und haben am Montag vor einer Woche den Koalitionsvertrag vorgestellt, der die Basis für fünf weitere gemeinsame Regierungsjahre sein soll.

Die SPD hat dem Koalitionsvertrag schon bei einem Landesparteitag am Sonntag zugestimmt. Die Linke hat am Freitag einen Mitgliederentscheid gestartet. Gibt es in allen drei Parteien eine Mehrheit für die Koalitionsvereinbarung, soll SPD-Landeschefin Giffey am 21. Dezember zur Regierungschefin gewählt werden. Anschließend werden die Senatorinnen und Senatoren ernannt und vereidigt.

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