In der Verbandsversammlung gab es jetzt grundsätzlich grünes Licht für den Expansionsschritt, der bereits eine Vorgeschichte hat – aber noch gilt es einiges zu klären. Auslöser ist das Bestreben des Freistaats, die unteren Grundwasserstöcke als „eiserne Reserve“ zu erhalten, sie sollen künftig unangetastet bleiben. Damit hat die Poxdorfer Gruppe ein Problem – sie entnimmt zum Teil bereits Wasser aus diesem Grundwasserstock. Und dürfte damit bei der Erteilung von Wasserrechten irgendwann Schwierigkeiten bekommen, sagt Juragruppen-Werkleiter Hans Hümmer mit Blick auf Aussagen der Wasserwirtschaftsverwaltung. Dazu kommt Problem Nummer zwei: Die Poxdorfer Gruppe hat wesentliche Teile ihrer Versorgungsanlage in den vergangenen Jahren mit hohem finanziellen Aufwand saniert oder erneuert – inklusive der Errichtung eines dritten Tiefbrunnens und eines neuen Hochbehälters westlich von Poxdorf. Doch bringt dieser Brunnen trotz seiner Tiefe von 130 Metern nicht die erhoffte Wassermenge, sondern im Schnitt nur einen Liter pro Sekunde. Insgesamt reicht die Förderleistung aller drei Tiefbrunnen des Zweckverbands gerade noch aus, um den Spitzentagesbedarf zu decken.
Juragruppe Pegnitz Wasserversorger wächst weiter
Stefan Brand 28.11.2024 - 15:33 Uhr