Sag mir, was du hörst! Ich sag dir, wie du bist Britische Wissenschaftler haben erforscht, was der Musikgeschmack über uns aussagt

von x-Family-Autorin Kira und Peter Bayerl

Jungs stehen auf Heavy und Rock, Mädchen eher auf Schnulzen-Pop – das sagen zumindest britische Wissenschaftler. x-bay hat sich umgehört, ob da was dran ist. Und: Was sagt der Musikgeschmack über uns aus?

 Foto: red

Die Musik, die wir hören, verrät eine Menge darüber, wer wir sind. So hat jeder Vierte, der klassische Musik hört, Erfahrungen mit Cannabis gemacht –
sagt eine britische Studie. Lassen wir das mal so stehen. Ob Musik uns wirklich dazu verleiten kann Drogen zu nehmen, ist fraglich.

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Weichenstellung ab 13
Zwischen dem 13. und 17. Lebensjahr soll sich, so die britischen Wissenschaftler weiter, unser Musikgeschmack festigen. Er hilft, die eigene Identität zu finden und das passende soziale Umfeld. Man schließt sich denen an, die die dieselbe Musik hören wie man selbst – oder genau andersherum: Man hört die Musik, die andere hören, um diesen anderen zu gefallen. So fällt es vielen Jugendlichen leichter, sich in eine Gruppe zu integrieren. Eine weitere „Erkenntnis“ der Studie: Jungs sind eher die Harten und hören überwiegend Rock und Heavy Metal, die Mädchen eher Pop und Schnulzen.
 

Rocker sind Rebellen
Schon etliche Psychologen haben es sich zur Aufgabe gemacht herauszufinden, ob man anhand der Musik auf den Charakter schließen kann. Und tatsächlich soll das möglich sein, wie ein Versuch mit rund 100 Studenten zeigte: Jazz-Liebhaber werden als verantwortungslos, jedoch freundlich eingestuft. Labil, aber künstlerisch veranlagt scheinen dagegen die Rock-Fans zu sein, die auch eher als Rebellen betrachtet werden. Leute, die Klassik hören, werden eher als sympathisch und intellektuell, wenn auch als ziemlich langweilig betrachtet. Rap-Fans werden in der Wahrnehmung anderer zumeist positiv als athletisch und energetisch eingestuft, wirken jedoch eher feindselig als friedfertig. Klingt ein wenig nach Klischee, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

Alter = Musikgeschmack?
Der Musikgeschmack ist allerdings auch immer altersbedingt. Es ist logisch, dass der Altersdurchschnitt der Besucher eines Symphoniekonzerts in der Regel höher ist als der beim Auftritt einer Boygroup. Immerhin festigt sich der Musikgeschmack in der Jugend. Aber er kann sich auch schnell ändern: In 50 Jahren könnten also indonesische Volksgesänge total in sein, und die Jugendlichen stürmen die Konzerthallen, während Boygroups Schnee von gestern und total out sind. Die Generation, die jetzt die Hallen bei einer Boygroup zusammenschreit, wird in 50 Jahren immer noch auf diese Musik beharren, denn damit ist sie groß geworden. Die Boygroups der Zukunft sind das Symphoniekonzert von heute.

Kritik
Was Musikrichtungen über einen Menschen aussagen können, ist sehr interessant und trifft zum Teil auch auf Leute zu, die man kennt. Aber wie analysiert man jemanden, der jede Art von Musik gerne hört? Ist das dann ein total verrückter Typ? Oder eher ein Supertalent?