Junger deutscher Center Medi Bayreuth holt Nat Diallo aus Ulm

In Ulm konnte sich Nat Diallo nicht in der Bundesliga durchsetzen, jetzt will er es bei Medi Bayreuth schaffen. Foto: / Hafner/Imago Images

Entwicklungsfähige, hungrige Neuzugänge: In genau diese Kategorie ist auch Nat Diallo einzuordnen, der vom Bundesligakonkurrenten Ratiopharm Ulm zu Medi Bayreuth wechselt.

Nach den Abgängen von Andreas Seiferth und des Litauers Martynas Sajus wird der 22-Jährige in der kommenden Saison mit dem tags zuvor verpflichteten 25-jährigen Kanadier Kalif Young die Centerposition einnehmen. Diallo ist 208 Zentimeter groß, 106 Kilogramm schwer und erhält einen Zweijahresvertrag.

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„Wie auch Kalif ist Nat ein äußerst athletischer Centerspieler“, wird Medi-Coach Lars Masell in der Vereinsmitteilung zitiert. „Während seiner Zeit in Ulm konnte er sich in den wenigen und kurzen Einsätzen in der Bundesliga und im Eurocup nicht durchsetzen, zeigte aber, dass er ready für die BBL ist.“ In seinen drei Jahren in Ulm, wohin er von Rasta Vechta (JBBL, NBBL, 1. Regionalliga) gewechselt war, durfte Diallo lediglich siebenmal in der Bundesliga und viermal im Pokal ran. Dabei kam er in durchschnittlich knapp fünfeinhalb Einsatzminuten auf 0,9 Punkte und 0,5 Rebounds. Im Eurocup stehen für ihn insgesamt zwölf Einsätze mit gut sieben Minuten, 1,0 Punkten und 0,8 Rebounds pro Spiel zu Buche.

Zahlen in der ProB verbessert

Die meiste Zeit spielte er aber unter Trainer Anton Gavel für die zweite Mannschaft in der ProB Süd und verbesserte seine Zahlen dabei von Jahr zu Jahr. Von 6,3 Punkten und 3,5 Rebounds in 19:05 Minuten in seiner Debütsaison steigerte er sich zunächst auf 7,4 Punkte und 3,9 Rebounds in 21:24 Minuten. In der abgelaufenen Saison brachte er es schließlich in 29 Spielen (21:58 Minuten) auf durchschnittlich 8,2 Punkte, 5,1 Rebounds sowie 1,1 Assists und erreichte mit der Orange Academy das Playoff-Halbfinale. Nach den Siegen gegen die Baskets Schwelm (2:1) und Baskets Münster (2:0) ging die Best-of-three-Serie gegen die Giants Düsseldorf mit 1:2 verloren.

Mit Kay Bruhnke im U 18-Nationalteam

„In seinen Auftritten im Ulmer ProB-Team hat er stark abgeliefert“, sagt Masell. „Er ist ein Spieler, der von Position eins bis fünf alles verteidigen kann. Zudem kann er gut passen, rennen und passt mit seiner aggressiven Spielweise gut in unser System.“ Bei der Integration könnte helfen, dass Diallo schon an der Seite von Medi-Forward Kay Bruhnke gespielt hat – und zwar im U 18-Nationalteam, das im April 2018 das Finale des Albert-Schweitzer-Turniers mit 88:66 gegen Australien gewinnen konnte. Zuvor hatte der im belgischen Lüttich geborene Big Man auch schon das Trikot der deutschen U 16-Nationalmannschaft getragen.

„Ich habe mich dafür entschieden, meinen Weg in Bayreuth fortzuführen, da ich denke, dass das der richtige Schritt ist, um meine Entwicklung voranzubringen“, sagt Diallo. „Ich freue mich riesig auf die kommende Saison und möchte mein Team auf dem Court und abseits des Feldes mit allem, was ich habe, unterstützen.“

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