Junger Amerikaner Brandon Childress ist neuer Medi-Point-Guard

Redaktion
Vor Beginn seiner Profikarriere absolvierte Brandon Childress (rechts) 124 Spiele für das College von Wake Forest. Foto: /Jaylynn Nash/Imago Images

Nachdem Bundesligist Medi Bayreuth in der vergangenen Saison auf der Point-Guard-Position mit Cameron Wells (33) auf Erfahrung gesetzt hatte, gesellt sich in der kommenden Spielzeit wieder ein junger Amerikaner an die Seite von Kapitän Bastian Doreth (33).

Der 24-jährige Brandon Childress ist 183 Zentimeter groß, 86 Kilogramm schwer und wechselt vom estnischen Klub TalTech Tallinn nach Bayreuth, wo er einen Einjahresvertrag unterschrieb.

„Brandon ist ein guter Verteidiger, der physisch spielen und viel Druck am Ball machen kann. Das hat uns während des vielen Videostudiums sehr gut gefallen“, wird Medi-Coach Lars Masell in der Mitteilung des Vereins zitiert. „Bei seiner letzten Station in Estland hat er auch bewiesen, dass er Würfe kreieren und scoren kann. Dort spielte er in einem Team mit nur wenigen Profis und hat gezeigt, dass er eine Mannschaft tragen kann.“

Starkes Comeback nach schwerer Knieverletzung

Childress hatte bereits in der Saison zuvor in Estland für den Meisterschaftsdritten Rapla KK gespielt. Damals war die Saison für ihn nach nur wenigen Partien jedoch abrupt beendet, denn Anfang Mai 2021 zog er sich eine schwere Knieverletzung zu, weshalb er in die USA zurückkehrte und operiert werden musste. Nach überstandener Reha meldete er sich im Februar dieses Jahres mit starken Auftritten eindrucksvoll zurück. In der nationalen Liga Estlands erzielte er in 13 Partien für das Team aus der Hauptstadt durchschnittlich 24,2 Punkte, gab 6,0 Assists und holte 2,8 Rebounds. In acht Spielen der Lettisch-Estnischen Basketball-Liga standen am Ende im Schnitt 23,9 Punkte sowie 6,6 Assists und 3,3 Rebounds für Childress zu Buche.

„Ich freue mich darauf, das erste Mal nach Deutschland zu kommen, denn bisher habe ich nur Gutes gehört. In der BBL gibt es eine Menge sehr guter Mannschaften, gegen die antreten zu können, ich mich schon jetzt sehr freue“, sagt der neue Medi-Guard. „Ich habe mich für Bayreuth entschieden, um gemeinsam mit meinen Mannschaftskameraden und dem gesamten Coaching Staff auf einem sehr hohen Level Basketball zu spielen.“ Und Masell ergänzt: „Gemeinsam mit Basti wird er eine sehr gute Kombination auf der Aufbauposition sein, und beide werden voneinander profitieren. Brandon hat sich in Estland durchgebissen und will sich jetzt in der BBL beweisen. Wir sind überzeugt, dass er unser Team gemeinsam mit Basti führen und für sich auch den nächsten Schritt machen kann.“

Vater in der NBA

Brandons Vater Randolph hatte nach seiner Zeit am College von Wake Forest sogar den Sprung in die NBA geschafft, nachdem er 1995 in der ersten Runde an Position 19 von den Detroit Pistons gedraftet wurde. Nach seiner aktiven Karriere zählte er von 2013 bis 2021 zum Trainerteam der Demon Deacons und hatte auch seinen Sohn unter seinen Fittichen. Zwischen 2016 und 2020 absolvierte Brandon 124 Spiele für Wake Forest und steigerte sich über seine Collegezeit hinweg mit auch stetig verbesserter Feldwurfquote auf durchschnittlich 11,4 Punkte sowie 3,6 Vorlagen und schnappte sich 2,9 Rebounds pro Partie.

Seine erste Profistation führte ihn 2020 für eine Partie in der Champions-League-Qualifikation sowie fünf Ligaspiele zu Iraklis Thessaloniki nach Griechenland.

 

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