Jugendbegegnungsstätte und Weiterbildungszentrum Sportschützenbund prüft Standort Röhrleinshof

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Gesucht, gefunden: Der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) sucht nach einer Jugendbegegnungs- und Weiterbildungsstätte. Und ist auf dem Röhrleinshof im Gemeindegebiet Trebgast fündig geworden. Ob das nötige Geld für die Millioneninvestition aufgebracht werden kann, ist derzeit aber noch ungewiss.

 Foto: red

Den Röhrleinshof ins Gespräch brachte der Kulmbacher Hans-Peter Gäbelein, seines Zeichens stellvertretender Landesschützenmeister. 2011 holte er Tausende von Schützen nach Kulmbach, um mit ihnen den Bayerischen Landesschützentag zu feiern. Dem Landesverband gehören fast eine halbe Million Mitglieder an. „Wir suchen nach einer Jugendbegegnungsstätte und wollen sie nicht unbedingt in einem Ballungszentrum ansiedeln", sagte Gäbelein auf Kurier-Anfrage. Er überzeugte Landesschützenmeister Wolfgang Kink danach in Nordbayern Ausschau zu halten.

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Mindestens 50 bis 55 Betten

In Garching bei München gehört dem BSSB die Olympia-Schießanlage. „Für unsere Jugend fehlt uns aber noch ein Begegnungszentrum", erklärte Gäbelein. Dieses müsse bestimmte Kriterien erfüllen, zum Beispiel über eine Anzahl von mindestens 50 bis 55 Betten verfügen. „Der Röhrleinshof hat eine wunderbare landschaftliche Lage, abgelegen, aber dennoch zwischen Bayreuth und Kulmbach zentral erreichbar. Für unsere Zwecke ideal", äußerte sich Gäbelein über das seit einiger Zeit ungenutzte Areal. Das 53 000 Quadratmeter große Gelände des Röhrleinshofs liegt an der Kreisstraße im Trebgaster Ortsteil Eichholz. Zwei Nebengebäude, das frühere Wohnhaus der Familie Röhrlein und eine angrenzende Scheune, wurden Ende 2012 abgerissen.

Nachdem der letzte Besitzer Insolvenz angemeldet hatte, ersteigerte im Jahr 2001 die Kulmbacher Bank das Anwesen. Bis 2009 war es vermietet, seitdem steht es leer. Das Hotelrestaurant verfügt über ein Schwimmbad mit Sauna und einen großen Wintergarten. „Wir haben den Röhrleinshof seit mehreren Jahren im Angebot", bestätigte Kai Schröder von der Kulmbacher Bank. Vier Gebäude zählten zu dem Gelände: das Haupthaus mit Restaurant, das Gästehaus und ein sogenanntes Hochzeitshäuschen. „Unser Ziel ist es, den Röhrleinshof nicht wieder zu verpachten und auch nicht länger als nötig zu verwalten." Neben dem Kaufpreis müsste ein neuer Eigentümer einiges für die Sanierung investieren. Nach den Schätzungen des BSSB sind dafür rund zwei bis drei Millionen Euro notwendig.