„Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich habe Mitte Februar drei wichtige Prüfungen“, erklärt der 30 Jahre alte Gold-Judoka von Peking seinen aktuellen Uni-Stress. Erst Mitte März will der in Köln lebende Athlet beim zweieinhalbwöchigen Trainingslager der deutschen Mattenkämpfer in Japan voll in seinen Sport wieder einsteigen. „Dann geht's richtig los.“ Hauptziel ist die WM im September in Tokio, doch Bischof macht sich keinen Druck: „Ich will es in diesem Jahr ruhiger angehen lassen.“Auch knapp eineinhalb Jahre nach seinem Gold-Coup von Peking ist der deutsche Vorzeige-Judoka ein gefragter Mann. „Die Termine sind nicht weniger geworden. Das freut mich, aber es ist auch viel zu tun. Das ist schon eine Doppelbelastung“, erklärt Bischof. Kein Wunder, dass der Olympiasieger mit Blick auf sein Studium das erste Saisondrittel auslässt. Neben dem Auftritt in Bayreuth hat Bischof auch den Grand Prix in Düsseldorf im Februar sowie die EM in Wien Ende April abgesagt. „Ich habe das bereits mit Bundestrainer Detlef Ultsch abgestimmt. Ich bin ja inzwischen auch schon 30, da muss ich meine Körner einteilen.“