Jubiläum Ahorntal feiert 50. Geburtstag

Einen symbolträchtigen Tag nannte Bürgermeister Florian Questel den vergangenen Sonntag – für Bürger, Vereine und das Zusammenleben.

Die Gemeinde Ahorntal feierte gebührend ihr 50-jähriges Bestehen. „In der Gebietsreform 1972 wurde zusammengeführt, was seit 50 Jahren Bestand hat“, so Questel in seiner Ansprache, „die Gemeinde Ahorntal wurde geboren.“ Aus vielen kleinen einzelnen Gemeinden – „Teile, in denen jeder für sich sein eigenes Süppchen gekocht hatte“ – war auf einmal eine Gemeinschaft von vielen geworden, eine Großgemeinde. Dieser Umstand sei für viele nicht einfach gewesen. „Veränderung führt beim Menschen oft erst mal zu inneren Widerständen“, sagte der Bürgermeister. Dieser habe sich im Laufe der Zeit aber zu einem Gemeinschaftsgefühl entwickelt, einem „Wir im Ahorntal“ entwickelt.

Von Charme geprägt

In den vergangenen 50 Jahren sei viel erreicht worden. Würde man ihn in eine Zeitkapsel setzen und in die Vergangenheit schicken, wüsste er nicht, in welchem Jahr er am liebsten gelandet wäre, um die Schönheiten der jeweiligen Zeit zu erkunden. „Unsere Gemeinde war damals und ist heute ebenso von einem Charme geprägt, den es in dieser Form wohl kein weiteres Mal gibt“, sagte Questel stolz.

50 Millionen Euro investiert

Der Bürgermeister verlas ein Grußwort von Altbürgermeister Herbert Dannhäußer, der urlaubsbedingt nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen konnte. Darin äußerte Dannhäußer seinen Stolz, von den 50 Jahren mehr als 26 Jahre die Gemeinde Ahorntal mitgestaltet zu haben. „In dieser Zeit wurden rund 50 Millionen Euro investiert und die Grundeinrichtungen zentrale Wasserversorgung, flächendeckende Abwasserentsorgung und Bau des dreigruppigen Kindergartens, neben vielen anderen Einrichtungen, geschaffen“, heißt es in dem Grußwort.

Von der Region begeistert

„Das Ahorntal ist facettenreich“, stellte Landrat Florian Wiedemann in seinem Grußwort fest. Das sehe man schon bei dem Imagefilm der Gemeinde. Er sei der beste Beweis, sich in drei Minuten von einer Region begeistern zu lassen. Der Landrat listete als Beispiele unter anderem die Burg Rabenstein, die Wanderwege und Klettermöglichkeiten sowie die vielseitigen kulinarischen Angebote auf. „Es ist den Menschen, die sich schon immer engagiert haben und heute engagieren, zu verdanken, dass das Ahorntal so liebenswert ist“, so Wiedemann. Die Kommune und die Fränkische Schweiz überhaupt seien ein verlockendes Ziel für Touristen.

„Wir rocken das miteinander!“

Man solle die Feste nicht nur feiern wie sie fallen, hatte bei der ökumenischen Andacht zu Beginn Pfarrer Peter Zeh es genannt. Der Zusammenschluss sei zwar eine Zäsur gewesen, habe aber gezeigt ‚Ihr gehört zusammen‘. „Lebt das, bleibt lebendig“, appellierte er an die Gäste in der voll besetzten Mehrzweckhalle in Kirchahorn. Und sein katholischer Amtskollege Mathew Anyanwu ergänzte: „Wir rocken das miteinander!“

Umfangreiche Bilderausstellung

Ein echter Hingucker war die Bilderausstellung, die Christian Görl und dritter Bürgermeister Reinhard Schoberth auf die Beine gestellt hatten. Auf über 700 Bilder aus den einzelnen Ortschaft – von zahlreichen Bürgern zur Verfügung gestellt – wurde die Geschichte der vergangenen 50 Jahre noch einmal erzählt.

Für die musikalische Umrahmung des Festtages sorgten außerdem der Posaunenchor, die Ahorntaler Blasmusik, die Blasmusik Oberailsfeld sowie Beiträge des Kindergartens.

Autor

 

Bilder