Stuttgart - Die Allianz Lebensversicherung will mehr als 700 Millionen Euro ihrer Kunden in das Glasfaser-Gemeinschaftsprojekt mit dem Telekommunikationskonzern Telefónica stecken.

Zudem ist ein zweites Infrastruktur-Investment in Höhe von rund 160 Millionen Euro in Portugal geplant, wie eine Sprecherin des Unternehmens in Stuttgart sagte. Damit soll der Ausbau sogenannter alternativer Kapitalanlagen vorangebracht werden, die angesichts dauerhaft niedriger Zinsen höhere Erträge versprechen.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Allianz und Telefónica soll in den kommenden Jahren lokale Glasfasernetze in ländlichen Regionen Deutschlands aufbauen. Die beiden Konzerne hatten ihre Pläne vor knapp zwei Wochen angekündigt. Bis zu fünf Milliarden Euro sollen investiert werden. Die Allianz insgesamt will eine Milliarde Euro beisteuern, vom spanischen Partner kommen 500 Millionen Euro.

Beim zweiten Projekt handelt es sich den Angaben zufolge um das portugiesische Erdgasnetz Galp Gás Natural Distribuição, an dem die Allianz kürzlich 75 Prozent der Anteile übernommen hatte.

Die Allianz Leben verwaltet nach eigenen Angaben derzeit rund 308 Milliarden Euro. Etwa 28 Prozent davon hat sie in alternative Anlagen wie Infrastruktur-, Immobilien- oder Erneuerbare-Energien-Projekte investiert. Mittelfristig soll der Anteil auf ein Drittel steigen, um höhere Renditen erzielen zu können. Eine 100-prozentige Beitragsgarantie wird es künftig nicht mehr beziehungsweise nur noch dort geben, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist.

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